WTF?!?

Mir fällt gerade auf, dass es gar keinen WTF (ich nehme an, Ihr seid auch schon draufgekommen, dass es für WHAT THE FUCK steht) – Beitrag gibt. Schliesslich heisst der Blog ja Evil-Lynn’s WTF, ist das nicht merkwürdig?

Kein Kommentar.
Das.beste.Cookie.der.Welt.EVER!

(Urschweizerisches) Oder (?) ich nehme einfach an, das klar ist das WTF geht so ziemlich jedem Beitrag vorangeht… quasi als unterschwellige Grundstimmung,

Oder es handelt sich um die Unterlage auf denen sich die Subjekte mit den Textkonnektoren und Possesivpronomen tummeln,

Oder es fungiert als Bühne auf der sich mein Leben und das ganze Chaos rundherum abspielt,

Oder mir ist damals einfach nichts besseres eingefallen.

Wahrscheinlich ein bisschen von allem. Mein ganzes Leben ist immer mal wieder WTF… Und das ist auch nichts Neues. Offenbar hatte ich zum Beispiel schon vor geraumer Zeit auf einer externen HD einen WTF-Ordner angelegt. Aber es gibt auch immer wieder neue WTFs die mich unvorbereitet im Alltag überraschen…

 

Search und andere Strings…

Ich blogge ja noch nicht so lange und ich glaube die Reichweite meiner geistigen Ergüsse ist nicht besonders gross (zum Glück – vermute ich in meinen einigermassen vernünftigen Momenten…). Trotzdem gibt es Statistiken über Hits und Files und Visitors, die schön über Tage und Monate verteilt sind. Alles in Englisch und ich habe trotz Übersetzungsmaschine KEINE Ahnung, was die jeweiligen Zahlen denn nun konkret bedeuten.

 

Das war heute beispielsweise so ein WTF-Moment:

unterhose mit integriertem strom

WTF sind Search Strings?! Ich meine in allgemein verständlicher Sprache ausgedrückt… Spontan interpretiere ich das nämlich so: Wenn ich nach folgenden Wortkombinationen suche, lande ich auf diesem Blog.

evil-lynn.ch – okay, scheint noch einigermassen logisch.

Aber Unterhose mit integriertem Strom?! Ich meine WTF???!!

Wer kommt denn auf die hirnverbrannte Idee sowas zu suchen? Gibts das überhaupt? (Ohjeh… das ist wohl meine Adaption der berühmt-berüchtigten 34-er Regel (If it exists there’s porn of it. No exceptions. / Wenn es existiert gibt es Porno davon. Ohne Ausnahme.): Wenn Du denkst, ein Idee sei derart bescheuert, dass nie jemand jemals darauf kommen würde sie zu realisieren, gibt es das Produkt bestimmt schon bei E-Bay zu kaufen. Noch wahrscheinlicher wenn es irgendwas mit Sex und Pornos zu tun hat… Oder hat am Ende Search String was mit String Tanga zu tun?!

Als nächstes wüsste ich gerne was elektrische Unterhosen mit diesem Blog zu tun haben… Ich glaube um eine Unterhose geht es (zunmindest bisher) nur einmal in einem Eintrag über meine Zeit als Erasmusstudentin in Bordeaux – und die war auch nicht elektrisch – wenn überhaupt etwas war sie allerhöchstens einigermassen aerodynamisch.

oder wenn man nachdenkt und nichts dabei rauskommt

Im darauffolgendem Monat sind wir bereits bei 6 verschiedenen Search Strings.

Den ersten kennen wir, ist ok und abgehakt. Beim zweiten hab ich keine Ahnung, ich vermute das sollte irgendwie Franck bien aimé heissen. Nachdem ich die Suchmaschine damit gefüttert habe komme ich auf die Seite einer Firma namens Franck Bien Aimé, die auf «Plomberie, Chauffage et Energies renouvelables» (Klempnerei, Heizung und erneuerbare Energien) spezialisiert ist. Womöglich um die Unterhose mit Strom zu versorgen?

mann liebe kopf verdreht ironisch lustig – da fühl ich mich sogar einigermassen geschmeichelt. Obwohl es eigentlich eher die Männer sind die mir den Kopf verdrehen als umgekehrt. Egal, anderes Thema.

Nummer 4: (urschweizerisches) ODER wenn man nachdenkt und dabei nichts rauskommt. Ist vermutlich passend, aber trotzdem: WTF?! Eben: ich habe Mühe mir den tatsächlichen Vorgang vorzustellen wie diese Search String Resultate zu Stande kommen… in meinem Kopf sehe ich einfach irgendwelche Leute diese Stichworte eintippen und dann tauche ich als passendste Antwort auf…

sexe du 15ans… Keine Ahnung wo das herkommt, abgesehen vom Französisch. Es ist nämlich der bislang einzige Search String auf Französisch (Was mich gewundert hat, da ich zumindest vom Gefühl her anfangs mehr Französisch und Englisch statt Deutsch bloggte.), darum freu ich mich trotzdem.

Last but not least 6. tanga auf dem boden – ok, ich weiss woher DAS vermutlich kommt; und zum Mitschreiben damit es klar ist: elektrisch war der wie gesagt nicht!

Ich bin Mal gespannt was da noch alles rauskommt… diese Statistiken sind für mich so ähnlich wie das Orakel von Delphi in der Antike. Ich glaube mir sollte eine (oder mehrere) wichtige Botschaften über die Welt, den Sinn des Lebens und mein Schicksal mittgeteilt werden, aber es spricht in Rätseln beziehungsweise Algorithmen weswegen die Informationen nicht oder nur teilweise entschlüsselt werden können und de fakto unbrauchbar werden

De Fakto What(TF?!) Wollte ganz einfach schon immer mal irgendwo heimlich ein de fakto einschläusen… Das klingt so erwachsen. Vielleicht ergibt sich so in Zukunft der Search String de fakto erwachsen?

 

Einen hab ich noch, einen hab ich noch! Wenn wir schon von wirren Orakeln und schicksalsträchtigen Vorahnungen oder Zufällen sprechen:

eintrag tentakelvilla

Tent Orakel-Thomas hat gesprochen.

Also ich fands lustig!;-)

 

Update Mai 2016

Während der Search String im April völlig uninteressant war habe ich schon am 3. des neuen Monats einen recht merkwürdigen Eintrag:

Search String Mai 2016.
Search String Mai 2016.

Im Prinzip passt alles zum Migros-Mini-Garten. Ausser dass natürlich irgendwie noch ein Arsch reinmusste… WTF?

 

Cardiospermum Kiddy Lotion

Man sollte nicht gleichzeitig Essen, auf der Tastatur rumwerkeln, mit seiner Schwester quatschen und Fernsehen schauen. Da könnte es passieren, dass man das eine oder andere missversteht… Beispielsweise wenn im Hintergrund Werbung für «Cardiospermum Kiddy Lotion» gezeigt wird. Echt… WTF?! Woran denkt ihr bei dem Namen? Ich bin zwar keine Marketingfachfrau, aber mir scheint es fragwürdig, wenn ein Produkt für Kinder das Wort spermum vorkommt – auch wenn es sich hierbei scheinbar um eine Pflanze handelt. Schliesslich gibt es immer Spacken wie mich, die da was falsch verstehen…

cardiospermum kiddy lotionScheinbar handelt es sich bei der Vertreiberin OMIDA um eine Schweizer Firma, die sich auf Homöopathie spezialisiert hat. OMIDA steht für Omnia Medicamentea Infinitesimalia Diathesia Analoga. Das ist offenbar Lateinisch (selbst nach sechs Jahren Lateinunterricht und mit einem Bachelor in Geschichte bin ich unfähig das in die Deutsche Sprache zu übersetzen…) und heisst  so viel wie Alle Medikamente in feinster Verteilung  analog der Krankheitsanlage. Nach wie vor habe ich keine Ahnung, was das heissen soll… Trotzdem: Daumen hoch für deren Werbespezialisten!

 

IV – Wenn’s Mal wieder länger dauert…

Ich hoffe für euch, dass ihr nie mit der IV (Invaliditäts Versicherung) zu tun habt. Und falls doch, dass alles so reibungslos und schnell wie möglich abläuft. Bei mir dauerts wieder Mal länger (ich schnapp mir ein Snickers).

Nur so zur Info: Ich weiss, dass es eigentlich allen so geht und ich keine Ausnahme bin, dass die nichts gegen mich persönlich sondern jede Menge Fälle zu bearbeiten haben, dass es viele gibt, denen es noch um einiges schlechter geht. Beispielsweise wenn Dein Bein amputiert werden musste, Du endlich mit einer Prothese wieder laufen gelernt hast, die IV Im Nachhinein entscheidet, dass Du jetzt doch keine Beinprothese brauchst und sie Dir das Teil (=dein Bein!) wieder wegnehmen… Und überhaupt können wir ja froh sein, dass es in der Schweiz überhaupt ein Netz an Versicherungen und Vorsorgelösungen gibt, damit man nicht verhungern muss…

Aber es ist trotzdem mühsam.

Ich bin seit etwa 8 Monaten angemeldet für berufliche (Wieder)Eingliederungsmassnahmen. Gut, ehrlich gesagt interessierte mich das in den ersten Monaten nicht die Bohne, was wie warum, falls und überhaupt aus mir wird. Aber seit November (also seit 5 Monaten) rufe ich da regelmässig an, um einen Termin zu vereinbaren und gemeinsam zu erarbeiten, wie es weitergehen könnte.

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Egal ob Passierschein A38 oder IV-Anmeldung: Nur eine verwaltungstechnische Formalität!

Eine unendliche Geschichte

Zuerst war es unmöglich einen Termin mit der IV zu vereinbaren, weil «das alles noch viel zu weit weg» war.

Dann ging nichts, weil sie zuerst meinen Lebenslauf und die Arbeitszeugnisse brauchten (welche ich in weiser Voraussicht bereits anfangs gesendet hatte. Aber hey, natürlich, ich schicke es gerne noch einmal. Kein Problem).

Später hiess es, dass ich erst mein ganz genaues Austrittsdatum aus der Klinik wissen müsse, bevor es weitergehen könne.

Danach brauchten sie zuerst einen Bericht meiner Psychologin.

Später verlangten sie den Bericht der Chirurgen des Universitätsspitals.

Als dieser Arztbericht ankam war der Bericht meiner Psychologin nicht mehr aktuell genug.

So verfasste meine Psychologin erneut einen Bericht.

Nun verlangt die IV, dass ich zuerst einen speziellen IV-Bericht vom Unispital vorlegen müsste.

baby
Zwischen Familie und Beruf… Aber nicht klicken, das ist ganz normal!

Ergebnis: Nächste Woche trete ich aus der Klinik aus – und habe nicht die geringste Ahnung, wie es weiter geht. Diese Situation kann einen ganz schön ärgern und nervös machen. Ich glaube dazu muss man nicht mal psychisch vorbelastet sein. Zum Glück bin ich momentan relativ ruhig und zuversichtlich. Warum auch immer. Ob das jetzt ein Zufall oder ein linearer Lernprozess oder sogar ein dauerhaft besserer Umgang mit der Krankheit ist kann ich nicht sagen.

napoleon
Napoleon im Büro!

 

 

5A Leitfaden der IV 

Heute war ich wieder einmal auf der Homepage der IV-Stelle Zürich und suchte verzweifelt nach einer Information, einem Kniff oder Trick, den ich bisher übersehen hatte. Dabei stiess ich auf den 5A-Leitfaden der IV – und mein Frust verwandelte sich in pure Freude!

Grundsätzlich handelt es sich um ein wichtiges und löbliches Unterfangen. Die IV möchte mit dem «praxiserprobten» 5A-Leitfaden Arbeitgeber und Vorgesetzte für die Früherkennung psychischer Krankheiten sensibilisieren damit möglichst schnell präventive Massnahmen ergriffen werden können.

Die 5As lauten: Aufhorchen (Achten Sie auf erste Anzeichen) / Abklären (Notieren Sie Ihre Beobachtungen) / Ansprechen (Schaffen Sie Klarheit mit einem Gespräch) / Auffordern (Bewegen Sie zum Handeln) / Aktiv bleiben (Geben Sie regelmässig Feedback) / Anrufen (Manchmal braucht es ein A mehr)

holzbein
Die IV hat meine Prothese gestrichen – jetzt habe ich ein Holzbein!
sombrero
Hola!

Zu jedem der 5A’s gibt es ein Wimmelbildchen mit vielen Personen und man muss denjenigen finden, der am ehesten psychische Probleme hat.

Es ist toll! Laut diesem Leitfaden bin ich eine ausgezeichnete Führungskraft!

Vielleicht liegt es an meiner natürliche Gabe oder ich habe durch meine jahrelange intensive Erfahrung auf diesem Gebiet die Lage respektiv die entsprechende Person immer sofort erkannt.

Auf jeden Fall belohnt mich die IV jedes Mal, wenn ich auf die richtige Person klicke mit dem aufmunternden Satz: «Sie haben ein gutes Auge für das, was nicht stimmt.» Das gibt mir eindeutig das Gefühl, eine aufmerksame, sensible ja geradezu hervorragende Chefin zu sein (naja, abgesehen davon, dass ich arbeitslos bin – oder invalid, ich weiss noch nicht genau zu welcher Kategorie ich gehören werde)!

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Hässchen.

Die Bilder sind wunderbar drollig, konfus und … voller lustiger Details (in jedem Bild ist ein Hase, manchmal ein Typ mit Sombrero, Mäuse, Hunde..), Missgeschicke und abgedrehter Charaktere. Schaut es euch an!

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Abklären: Wer braucht Ihre besondere Aufmerksamkeit? Klicken Sie auf sie oder ihn.

Forschungsreise für Kinder – Sukkulentensammlung Zürich

forschung kinder
Forschungsreise für Kinder zwischen 9 und 13 Jahren in der Sukki.

Es ist zwar schon länger her, aber dieses Plakat fand ich augenblicklich toll genug um es mit der Handykamera für die Ewigkeit festzuhalten.

Besonders befrendet hat mich der Untertitel: Kakteen streicheln – aufschneiden – essen.

Obwohl ich sicher bin, dass dies alles seine Richtigkeit hat und im Sinn der Forschung und Vermittlung geschieht, klingt es auf so vielen Ebenen einfach falsch (so ähnlich wie die Cardiospermum Kiddy Lotion…).

Jetzt da ich das Plakat tatsächlich poste, informiere ich mich sogar, was Sukkulenten (oder in eingeweihten Kreisen offenbar «Sukkis» genannt…) überhaupt sind.

Obwohl der Weg zur Erleuchtung gar nicht so einfach war… «Die Sukkulenten-Sammlung Zürich beherbergt seit 1931 eine der grössten und bedeutendsten Spezialsammlungen sukkulenter Pflanzen.»
Ich habe soeben den Flyer und das Leitbild auf der Homepage durchgelesen – und ich weiss immer noch nicht, was Sukkulenten sind. (Ausser dass es sich um Pflanzen handelt – das habe sogar ich verstanden.)

Onkel Wikipedia hilft weiter: «Sukkulenten (von lateinisch sucus für ‚Saft‘ bzw. suculentus für ‚saftreich‘) sind saftreiche Pflanzen, die an besondere Klima- und Bodenverhältnisse angepasst sind.

Im Bereich der Anatomie wird flüssigkeitsreiches Gewebe als sukkulent bezeichnet.

Obwohl Kakteen nur einen sehr kleinen Teil aller existierenden Sukkulenten ausmachen, sind diese die bekanntesten Vertreter der sukkulenten Pflanzen. Im Sprachgebrauch wird deshalb zwischen Kakteen und „anderen“ Sukkulenten unterschieden.»

Aha. Kakteen sind Sukkulenten. Aber nicht alle Sukkulenten sind Kakteen. Es gibt also Sukkulenten, die keine Kakteen sind. Harvey ist ein Hase. Zum Glück habe ich Philosophie studiert. Jetzt bin ich jetzt um einen Ausdruck klüger und das Plakat hat seinen Zweck erfüllt.

 

Harvey ist ein Hase

Mist, mir fällt gerade auf, dass mein letzter Eintrag vermutlich gar keinen Sinn macht. Ich dachte so bei mir: «Hey, hier kann ich doch heimlich einen Logik-Hinweis einstreuen, den die Philosophiestudenten verstehen! Dann wirke ich schlau! Und mein Studium nicht umsonst!»

Nur so zur Info: Philsophie war nur mein kleines Nebenfach. Ich mochte Philosophie schon immer. Die alten Philosophen aus Griechenland und Rom, politische Philosophie, praktische Philosophie (Ethik), Sprachphilosophie, Sophie’s Welt, Anders, Descartes (den ich in Bordeaux auf FRANZÖSISCH analysieren und verstehen musste… da muss ich mir mal eben selber auf die Schulter klopfen!), Rawls…

edna bricht aus daedalic
Szene aus dem Adventure Edna bricht aus in der Edna zusammen mit ihrem Stoffhasen Harvey aus der Psychiatrie entflieht.

Das Problem war, dass an der Universität Zürich Logik auch im kleinen Nebenfach zum Lehrplan gehört. Philosophische Logik hat aber nichts mit normaler Alltagslogik zu tun. Weil es nichts und wenn ich sage «nichts» meine ich absolut rein gar nichts mit der Welt oder Wirklichkeit zu tun hat.

Logik ist kühl. Berechnend. Fern der Welt. Logik ist Arithmetik und Algebra (obwohl ich nicht sicher bin was das ist, aber mein Lehrbuch am Gymnasium hiess so), auf jeden Fall mathematisch.

Ich habe keine Ahnung, wie ich es damals durch die Logikprüfung geschafft habe. Mittlerweile habe ich das Gefühl, ich würde das Prinzip besser verstehen. Aber ich dachte früher eben, in der Philosophie ginge es um das Verständnis der Welt, die Wahr- und Wirklichkeit. Dem ist nicht so.

Am Anfang war Harvey.

Logik begann für mich mit Harvey, der alle unsere Übungsblätter mit vielfältigen Beispielen bevölkerte. Und mein Problem ist, dass ich davon ausgegangen bin, dass Harvey ein weltumspannender Logik-Einführung-Hase ist, den alle Philosophiestudenten kennen. Ausserdem ist Harvey der Hase von Edna aus dem Adventure Edna bricht aus… Leider scheint der logische Harvey-Hase ausserhalb von unserem Logikkurs nicht zu existieren.

Also muss ich versuchen, etwas zu erklären, was ich schon damals nicht wirklich verstanden habe.

In der Logik geht es anfangs darum, logische von unlogischen Schlüssen zu unterscheiden und sagen zu können, ob etwas formal logisch korrekt abgeleitet ist oder eben nicht. Und dabei darf man eben NICHT vergessen, dass die Prämissen (Voraussetzungen) eben nichts mit der realen Welt zu tun haben und nur auf dem Papier, in dieser beschränkten Logik-Welt, existieren.

Aus zwei Prämissen (Voraussetzungen) kann man dann einen logisch gültigen Schluss ziehen (oder auch nicht – falls sie sich widersprechen).

 

Prämisse I: Harvey ist ein Hase.

Prämisse II: Alle Hasen sind rot.

Schlussfolgerung: Harvey ist rot.

 

edna und harvey
Lauf Edna!

Möglicherweise könnt ihr nicht verstehen, warum ich damit so viele Probleme hatte. (Und das ist noch relativ einfache Logik, irgendwann kommt dann die Prädikatenlogik und man hat lustige Sachen wie x und p und k zusätzlich zu mathematischen Zeichen und irgendwo ein = und auf beiden Seiten der Gleichung sollte dann dasselbe stehen… Hilfe!)

Ich dachte ganz einfach immer: Harvey ist doch ein Hase! Harvey kann nicht rot sein, er ist braun, weiss, schwarz oder vielleicht gefleckt. Vielleicht hat er rote Augen, aber er ist NICHT rot!

Noch schlimmer wurde es dann mit Sachen wie

 

Prämisse I: Harvey ist ein Hase.

Prämisse II: Alle Hasen können fliegen.

Schlussfolgerung: Harvey kann fliegen.

 

Hasen können ja sicher nicht fliegen! Aber der Schluss ist aus den oben dargelegten Gründen eben doch schlüssig, weil die reale Welt in den Prämissen gar nicht vorkommt.

 

Ich glaube man kann sogar Dinge behaupten wie

 

Prämisse I: Harvey ist ein Hase.

Prämisse II: Alle Hasen sind Giraffen.

hase test
HASE – ist doch logisch!

Schlussfolgerung: Harvey ist eine Giraffe.

 

Da bin ich jetzt aber nicht mehr sicher. Ich glaube es geht. Ausser man hat in einer weiteren Prämisse festgelegt, dass III Hasen können keine Giraffen sein. Jetzt bin ich wieder verwirrt…

Möglicherweise habe ich deswegen auf meinen «Homburger ADHS-Skalen für Erwachsene» Test als allererste Reaktion einen fliegenden Harvey-Hasen gezeichnet hat. Es erschien mir vollkommen LOGISCH! Ergebnis: eine zusätzliche psychiatrische Diagnose gratis obendrauf.

 

Moderne Wunder – Wurst

Das Fernsehprogramm, immer wieder gut für eine Überraschung. Unter dem Titel «Moderne Wunder» hätte ich alles Mögliche erwartet: Die neuesten Erkenntnisse und Behandlungsmethoden der Medizin, welche täuschend echten Special Effects man heutzutage mit Computerprogrammen erstellen oder wie heute synthetische Kleidungsstücke mit Maschinen hergestellt werden.

Aber nein, offenbar handelt es sich beim modernen Wunder um Wurst. Wurstaufschnitt um genau zu sein. Na dann Servus(TV).

Wurstaufschnitt wird gekühlt und in Scheiben serviert. Ob im Sandwichladen, beim Picknick oder bei einer Sportveranstaltung – er ist die Krönung jeder Fertignahrung, vor allem in den USA, wo der Wurstaufschnitt im 19. Jahrhundert von europäischen Immigranten eingeführt wurde. Mittlerweile ist das Geschäft mit der Wurst sehr profitabel. Die US-Bürger verschlingen jedes ahr Aufschnitt im Wert von 1,5 Milliarden Euro. «Moderne Wunder» widmet sich den Wurstklassikern wie etwa Salami.

Nachdem ich mich darüber lustig gemacht und ein Foto gemacht habe, stellte ich fest, dass wir in unserem Wohnzimmer eine riesige Salami hängen haben… die gehört zwar meiner Schwester, aber trotzdem. Tja, so kanns gehen.

moderne wunderwurst
Moderne Wunder auf ServusTV.

Wurst ist sowieso toll und kurz vorher hatte ich ja auch etwas über die Wunderwurst der Schweizer den Cervelat, geschrieben.

bratwurstmuseum
Freunde der Thüringer Bratwurst präsentieren das erste Deutsche Bratwurstmuseum (Screenshot von 2012).

Oder wenn euch das nicht reicht, wie wärs mit einem Ausflug ins Thüringer Bratwurstmuseum? Mit Bratwursttheater, Bratwurstcontest, Bratwurstliga und allem drum und drann was sich der Bratwurstliebhaber nur wünschen kann.

Stolz und Vorurteil und Zombies

Meistens bekommen meine Schwester und ich vom TV kaum etwas mit, wir sitzen gemeinsam auf dem Sofa und jede tippt mehr oder weniger friedlich auf ihrem Laptop herum. Aber dennoch schafft es hin und wieder eine Bemerkung oder Bildfolge bis zu unseren Ohren durchzudringen und weckt ein wenig Aufmerksamkeit und Neugierde.

Nur am Rande hörten wir die Stichworte «Stolz und Vorurteil» sowie «jetzt im Kino». Wir schauten nicht einmal auf und meine Schwester bemerkte: «Das ist glaube ich der meistverfilmte Roman aller Zeiten. Alle zwei Jahre gibt es einen neuen Film!»

Ich nickte – die erste Version von Stolz und Vorurteil die ich (und vermutlich die Generation Y) gesehen hatte war die Verfilmung von 2007 mit Keira Knightley. Allerdings sind mir noch mindestens drei andere Versionen bekannt, wovon ich zwei in der Schule mitansehen musste.

pride and prejudice and zombies klein
Pride and Prejudice and Zombies.

Jane Austen zählt tatsächlich zu den meistverfilmten Autoren – und besonders AutorINNEN – der Geschichte. Ganze 67 Mal wird sie bei der Internet Movie Database aufgeführt. Wikipedia sagt dazu: Seit 1938 wurde Pride and Prejudice 14 Mal verfilmt – darunter auch eine Bollywood-Version namens Bride and Prejudice.

Aber das war noch nicht genug – die 15. Version kommt dieses Jahr in die Kinos. Mit Zombies. Ja, ihr habt richtig gelesen, der neue Streifen heisst doch allen Ernstes «Stolz und Vorurteil und Zombies». Mir fielen fast die Ohren ab und die Augen aus dem Kopf (was ja thematisch passt). Zombies? WTF?!? Wirklich?! Muss das denn sein?!

Ist das wieder so eine #34-er Regel? Wenn es einen Film gibt muss es davon zwangsläufig auch eine Zombieversion geben? Und nächstes Jahr Stolz und Vorurteil und Zombies und Vampire?

Und ganz abgesehen davon stösst mir schon das zweite und auf; Stolz UND Vorurteil UND Zombies. (Pride AND Prejudice AND Zombies) So schreibt doch kein Mensch, das ist ja grässlich.

Naja, ich habe gelesen es sei eine Komödie – vielleicht ist es ja ne Art «Scary Movie» UND Zombies. Was die Sache allerdings auch nicht viel lustiger macht. Gottverdammte Scheisse, das gibts tatsächlich auch schon. In was für einer Welt leben wir eigentlich?

 

Eidgenössisch Diplomiert

diplom ehpl e.lynn
Falsches Diplom der Hotelfachschule.

Damit mich niemand der Urkundenfälschung bezichtigen kann habe ich das Ganze natürlich anonymisiert (keine realen Namen, Logos oder Institutionen) – aber ziemlich genau SO sieht mein offiziell anerkanntes Diplom der Hotelfachschule aus.

Da ist wohl ein Grafiker verloren gegangen. Ich weiss nicht wo ich beginnen soll. Mir fiel erst wieder auf, wie ähm… kreativ das aussieht.

Ist es das praktische A3 Format? (Viel Spass beim Kopieren oder Einscannen für Bewerbungen!)

Oder das schöne Schullogo welches das gesamte Diplom geschmackvoll umrandet?

Mein Favorit ist wahrscheinlich das «Mention Bien» (bedeutet so viel wie «Mit Auszeichnung bestanden») in stylischem Word-Art. Hätte ich gewusst wie das später aussieht (als hätte ich das mal selbst darübergegimpt), hätte ich mir weniger Mühe in der Schule gegeben…

 

Fortsetzung folgt…

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Tolle Sachen die das Leben schöner machen…

Hier gehts zum zweiten Teil von Tolle Sachen die das Leben schöner machen

Kult – Werbung!

Ich liebe Werbung, besonders wenn sie skurril ist, mich zum lachen bringt und / oder ich die Liedtexte mitsingen kann… Die kann ich mir auch immer am besten merken. Was ja angeblich gute Werbung ausmacht – es geht nicht um gut oder schlecht sondern sondern darum, dass sie überhaupt wahrgenommen wird.

Zott Sahnejoghurt

Erinnert sich noch jemand an diese Werbung für Joghurt?

«Vollbepackt mit tollen Sachen die das Leben schöner machen – hinein ins Weekend-Feeling!»

Daran angelehnt versuche ich mir jeden Tag etwas zu posten worüber ich mich freue oder etwas das mich zum Lachen bringt.

Ich sage jetzt nicht, dass ich auch tatsächlich jeden Tag etwas veröffentliche… da bin ich wahrscheinlich doch nicht genug diszipliniert. Eigentlich möchte ich schon regelmässiger schreiben, aber vielleicht ist einmal pro Woche ein realistischeres Ziel. Mal schauen..

 

Huhnglaublich!

poulet vous
Poulet-Vous?

Ich laufe jeden Tag an diesem wunderbaren Schild vom Guss in Bülach vorbei!

Update: Ich WUSSTE dass ich dieses Poulet-Vous auch schonmal irgendwo gesehen hatte… nach einigem Stöbern fand ich schliesslich diese GIGANTISCHE Werbung vor der Igeho 2011 in Basel (da war ich mit der Hotelfachschule – und das geniale «Poulet-Vous?» ist vermutlich das einzige was mir von dem Ausflug geblieben ist).

Nur dass sie dort noch um einiges dicker aufgetragen haben, aber seht selbst:

huhnglaublich
Igeho Basel 2011

Das Gesamtkunstwerk… gleich über dem Banner für www.besser-werben.ch … (Der Link funktioniert nicht… Möglicherweise haben sie nach dem Poulet-Debakel keine Aufträge mehr bekommen? Schade!)

 

Und hier noch einmal in voller Pracht:

huhnglaublich!
Huhnvorstellbar gut!

Ich weiss echt nicht, wo ich da anfangen soll… Ich würde das vermutlich genau so machen! Nur bin ich weder Grafiker noch Werbetexter – und dafür gibt es vermutlich einen Grund. Obwohl ich meine Einfälle jeweils wahnsinnig genial finde – wahrscheinlich sind sie nur eins: wahnsinnig. Dafür hat man ja dann Kollegen und Chefs, die einen bremsen können, wenn man mit so bekloppten Wortspielen wie «Huhniversum», «huhndertprozentig» und «Huhnglaublich», um sich wirft – ganz zu schweigen vom Hingucker schlechthin: dem Sternbild «straffer Hühnerschenkel» und der «Poulet-Galaxie»!

Gesponsert wird das Ganze neben Frifag (toller Werbespot «Freudiges Wiedersehen»!!) von Natura Güggeli – dem mobilen Pouletgrill. Sie sind sogar Marktführer und auch sonst sehr innovativ. Beispielsweise gibt es einen Fortsetzungskrimi namens «Hühnerfonds» (hier das PDF) in dem es um «Macht, Geld, Manipulation, die Hühnermafia und den Versuch geht, die Qualität der Schweizer Poulets zu unterwandern» des Unternehmers Stephan Pagnoncini.

Übrigens haben sie für ihr Gesamtkonzept 2010 den Marketing-Oscar erhalten! Es heisst ja es gibt nur Werbung. Und irgendwie ist das Ganze doch kultverdächtig, oder?

 

Pommersche

Die original Werbung mit dem langhaarigen Robin Hood-Verschnitt der Würste klaut habe ich leider nicht gefunden. Macht aber nix – die kann ich eh so gut wie auswendig.

pommersche
Pommersche Werbung
«Ja bitte?»
«Rügenwalder.»
«Teewurst?»
«Rügenwalder.»
«Diese hier?»
«Die mit der Mühle.»
«Wieviele?»
«Alle!»

 

Ich habe keine Ahnung wofür ich es brauchen könnte oder was es ist – aber ich will es trotzdem!

lemonhead
Kauf mich! Ich bin niedlich!

Wie gesagt – keine Ahnung was das ist. Ich nenne es «Lemonhead». Allerdings könnte es genausogut eine Ananas sein. Möglich wäre auch eine Art Pokémon… Oder Frankenstein – schliesslich kann man seinen Kopf mit einem Reissverschluss auf- und zumachen. Ich könnte dort also Stifte hineinlegen. Oder Make-Up. Oder Stricknadeln.

Auf jedenfall scheint es etwas zu sein, worin ich etwas anderes (vermutlich nutzloses) aufbewahren kann. Irgendetwas zwischen Behälter, Handtasche und Plüschtier. Egal – guckt, es hat Augen (die bewegen sich sogar je nachdem wie man es hält!), es ist knallgelb und es lacht – ich liebe es!

 

Sex und Röschti…

Wenn ich eine Frau im Dirndl und einen Mann mit einer Handorgel sehe denke ich an Berge, Älplermakkaroni und ewige (keusche) Liebe. Ich war dann ziemlich peinlich berührt als meine Erwartungen mit «Sex und Röschti – das isch’s gröschti» keineswegs bedient wurden…

röschti
Hmm… Röschti!:-)

Zur Beruhigung habe ich mir dann selber eine Röschti gemacht – mit Smiley versteht sich. Allerdings sieht es auch irgendwie ein bisschen gruselig aus… So im Stil von «Wenn Du mich nicht frisst, dann fresse ich Dich!» Tja… Was soll man darauf entgegnen? Poulet-Vous?

Plüscheinhörner!

Mal im Ernst: Welche Situation könnte nicht mit einem Schmuseschnuckelflauscheinhorn verbessert werden?

einhorn
Aaawwwww!

Guckt mal wie niedlich es guckt mit seinen pastellfarbigen Glitzeraugen! Und es hat ein Horn aus Funkelstoff womit es Wünsche erfüllen kann. Und wenn ihr ganz genau hinschaut könnt ihr sogar noch ein Smiley auf seinem putzigen Schnäuzchen erkennen!

Ist es nicht herzallerliebst?

Und es gehört mir – mir ganz allein! MUAHAHAHA!

unicorn pc

Hey Evil Lynn! Was wollen wir denn heute Abend machen?

Genau dasselbe wie jeden Abend, Einhorn. Wir versuchen die Weltherrschaft an uns zu reissen!

 

 

 

 

Frozen Merchandising

Gut – ich hab sogar während diesem Film geschluchzt und jenste Parallelen zu meinem Leben gezogen, aber ich hab sie offiziell auch nicht mehr alle. Ich finde den Film nicht mal speziell gut, ich bin zur Zeit einfach nah am Wasser gebaut wegen allen möglichen und noch eher unmöglichen Dingen.

Aber scheinbar ist der Film der ultimative Hit. Meine drei Nichten und sogar mein Neffe sind  absolut begeistert davon. Und wo man auch hinschaut: Frozen-Puppen, Frozen-T-Shirts, Frozen-Haarklammern, Frozen-BHs, Frozen-Toilettensitze, Frozen… egal was für ein Produkt es ist – es gibt BESTIMMT eine Frozen-Version davon. (Sehr unterhaltsamer Beitrag über einige der absurdesten Frozen-Artikel auf Englisch beispielsweise hier) Man kommt darum einfach nicht herum, egal wohin man geht, Frozen war bestimmt schon da. Hey wieder Mal so eine adaptierte 34er Regel… Wenn es existiert, gibt es eine Frozen-Adaption davon. Es gibt keine Ausnahmen! (Je länger ich darüber nachdenke desto weniger verschwimmt übrigens die Trennlinie zwischen diesem Beitrag und WTF?!? unklar… Egal, da muss ich wohl pragmatisch sein: Ich habe gesagt hier poste ich möglichst oft, also kommts hier rein.)

Das Problem ist, das einem das Frozen-Fieber einfach so überfällt. Man spaziert nichtsahnend durch die Strassen und BAM! da ist es wieder! Heute stöckelte ich gemütlich durch die Winterthurer-Altstadt und mir stachen diese Olaf-Rucksäcke (was zwar im Vergleich zu gewissen anderen Produkten ein relativ vernünftiger Artikel zu sein scheint) in die Augen…Wer mag eigentlich diesen bekloppten Schneemann? Ich glaube das ist mit Abstand der nervigste, hässlichste und dümmste (von Disney vermutlich als sympathisch beabsichtigte) Nebencharakter den ich je gesehen habe.

Eindeutig ein Fall für: So schlecht, dass es schon fast wieder gut ist. Ich fand das dermassen hässlich und somit lustig, dass ich meiner Schwester einen kaufen wollte. Aber die kosten doch glatt über 40 Franken! Ein bisschen teuer für einen schlechten Spass… Zum Glück kann ich davon ganz einfach ein Foto machen und es gratis mit mir herumtragen.

Et voilà:

olaf - so bad it's good again klein
Olaf ohne Ende.

 

Kinder, Bahnhof, Zoo.

eingang bahnhofsunterführung
Eingang in eine Welt, wo sich Löwen, Vogelspinnen und Haie gute Nacht sagen…

Es war früher immer mein Traum, auch einmal eine Bahnhofunterführung mitzugestalten. Der hat sich zwar nie erfüllt, aber immerhin kann ich jetzt das Werk anderer jungen Talenten tagtäglich bewundern.

Eine Bahnhofunterführung ist der ultimative Ort des Vorbeirennens und der Unaufmerksamkeit: überhaupt nicht dafür geschaffen,

bahnhofunterführung
Der Urwald ist ganz nah!

sich darin aufzuhalten und etwas zu betrachten. Sie sind eigentlich nur dazu da, um von A nach B zu kommen. Möglichst schnell (ich bin schliesslich ständig im Stress, muss arbeiten gehen, also ja den Zug nicht verpassen, husch husch… in Frankreich sagt man zu diesem getriebenen Lebensrythmus glaube ich métro-boulot-dodo (Metro-Arbeit-Schlaf).

Neben den vielen Nachteilen, die Krücken mit sich bringen, ist das vielleicht ein Vorteil. Man wird zur Langsamkeit gewzungen und ein kleines Wunder passiert: Auf einmal nimmt man seine Umgebung wahr. Ganz gewöhnliche Dinge, an denen ich normalerweise schnurstracks vorbeigelaufen wäre, fallen mir plötzlich ins Auge. Wie zum Beispiel diese Zeichnungen…

bahnunterführung2
Aaaawww… guckt Mal die kleinen Schnecken!

Ich habe keine Ahnung wie oft ich schon daran vorbeigehetzt bin ohne auch nur zu bemerken, dass diese Betonwände alles andere als das übliche trübe Grau in Grau ziert. Aber jetzt wo ich gezwungen bin ab und zu eine Pause einzulegen, freue ich mich wie ein kleines Kind an den vielen Tieren.

lieblingskrake2

Und das ist meine Lieblingsqualle!:-)

 

 

 

 

 

 

Foodpairing Mal Besser

Es gibt perfekte, mundwässernde Lebensmittel-Kombinationen… (Wir können das auch Foodpairing nennen, das klingt cooler.) Ich bin physikalisch und chemisch nicht bewandert genug, um zu erklären, wie das genau funktioniert. Ausserdem gibt es – wie bei allem – verschiedene Theorien. Kurz: Es scheint gewisse Lebensmittel zu geben, die besonders gut zusammenpassen was Geschmack und Textur angeht:

malbesser
Malbuner Werbung am Hauptbahnhof…

Klassiker sind Erdbeeren und Sahne, Rohschinken und Melone, Cervelat und Bürli, Schokolade und Nüsse, Älplermakronen mit Apfelmus, Milch und Kakao, Rosmarin und Poulet(Vous)Fleisch, Schimmelkäse und Süsswein, dunkle Schokolade mit Salz, Kartoffeln und Muskatnuss…

Dann gibt es auch noch Kombinationen, die auf uns (heute) noch eher ungewöhnlich wirken und auf die wir spontan vermutlich nicht kommen würden. Speck und Schokolade, Vanille und Fenchel, weisse Schokolade und Kaviar, Apfel und Lachs, Ananas und Roquefort, Schokolade und Pfeffer, Olivenöl und Eiscreme, Wassermelone und schwarzer Pfeffer, Oliven und weisse Schokolade, Erdnussbutter und Foie Gras…

malbuner
Tja… Mal Besser. Mal Buner.

Was lernen wir daraus?

  1. Schokolade passt eigentlich zu allem. Immer.
  2. Die erste Malbuner-Werbung mit dem Schinken und den Gipfeli gehört definitiv zu den etablierten Geschmackskombinationen. (Über die Ästhetik des Plakats kann man sich jetzt streiten…)
  3. Die zweite Malbuner-Werbung mit der Kombination des Malbunerli (Salami-Fleischriegel) und Gummibärchen ist definitiv… gewöhnungsbedürftig und fällt möglicherweise in die Kategorie: Experimentelles Foodpairing.

Bisher habe ich noch nie versucht, Gummibärchen mit Fleisch zu kombinieren. Allerdings liebe ich Speck und Schokolade, Schokolade und Pfeffer, Schokolade mit Ziegenkäse und… wahrscheinlich noch jede Menge anderer abstruser Dinge, die viele nicht essen würden. Vielleicht sollte ich es ja mal im Selbstversuch testen. Bericht folgt.

 

Schokolade von Original Beans

Im Moment ist das meine absolute Lieblingsschokolade! Besonders die Couverture Beni Wild Harvest 66% aus Bolivien hat es mir angetan.

Letztes Jahr war es noch recht schwierig, Original Beans in der Schweiz zu finden. Man kann zwar auf der Homepage von Original Beans gezielt nach Läden in der Umgebung suchen, aber die Auswahl ist zur Zeit noch bescheiden. Da sie jedoch dieses Jahr vermehrt auf den Schweizer Markt expandieren, kann man ihre Produkte mittlerweile problemlos bei Egli Biofachgeschäft, Reformhaus Müller und im Changemaker erwerben.

Im Changemaker gibts übrigens auch Taucherli-Schokolade – und diese wunderschöne Walnussholz-Tastatur von Orée. Die ist noch auf meiner Wunschliste. Das Material fühlt sich so gut an unter den Fingern, dass die noch dreimal schneller und lieber über die Tastatur fliegen… Herrlich!

original beans
Diese Art von Post öffne ich am liebsten!

Im Online-Shop von Original Beans können alle Produkte direkt bestellt werden – was mich besonders gefreut hat, da man auch als Privatperson 2kg Couverture erstehen kann. Aber nicht nur Privatpersonen, auch die Profis schwärmen von der fairen Schokolade und verraten leckere Rezepte.

Zuerst ging leider etwas schief bei meiner Bestellung. Da die Versandkosten in die Schweiz meistens sehr viel höher sind als an das grenznahe Deutschland hat meine Schwester dort ein Postfach eröffnet, welches ich auch gerne benutze. Die Post hat irgendetwas verwechselt und meine Bestellung wurde wieder zu Original Beans zurückgeschickt.

Ich war sehr zufrieden mit dem Kundenservice der sich sofort charmant und kompetent um mein Anliegen kümmerte und dafür sorgte, dass die Schokolade schnellstmöglichst den Weg zu mir fand! Chapeau!

Ganz abgesehen vom fantastischen Geschmack der Schokolade unterstützt Original Beans verschiedene Umweltprojekte und wirbt mit: Jede Tafel – Ein Baum! was bedeutet, dass entweder ein Baum gepflanzt oder erhalten wird und somit auch auf die Biodiversität erhalten wird. Ich habe mich hier negativ zu Aufforstungsprojekten geäussert, doch das vom Niederländer Philipp Kauffmann gegründete Unternehmen Original Beans scheint nicht nur eine wirklich nachhaltige Philosophie zu vertreten sondern auch tatsächlich umzusetzen. Neben dem Schutz der Kakaopflanzen die am Anfang der exklusiven Schokolade steht auch der Umweltschutz und die soziale Verantwortung im Mittelpunkt. Mehr darüber findet ihr hier.

Geschmacklich überzeugende, wunderschön verpackte und umweltverträgliche Schokolade. Es gibt viele Gründe Original Beans zu lieben, die man aber ganz einfach zusammenfassen kann: Grandiose Schokolade!

 

e!
E!

Am Anfang war das E!

Als ich gestern nach Hause krückte (dabei schaue ich meist auf den Boden um allfälligen Unebenheiten auszuweichen) fiel mein Blick auf dieses E am Boden. E wie ich! Woraus es genau bestand kann ich nicht sagen, ich vermute ein zufällig in dieser Form gefaltetes und fallengelassenes Kaugummipapier. Irgendwie hat es mich gefreut.

Vielleicht ist es auch ein E wie Er (das kleine schwänzelnde Ende könnte darauf hinweisen…!) Uuuuh… wer weiss was mich in den nächsten Tagen noch alles E wie Erwartet!

 

 

 

Die fabelhafte Riesen-Karotte von Satoe Tone

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Die fabelhafte Riesen-Karotte von Satoe Tone.

Ich fand dieses Buch bei meiner Nichte und meinem Neffen. Dank Ihrer Mutter sprechen sie fliessend Japanisch – davon verstehe ich leider so gut wie gar nichts. Ich habe zwar in Bordeaux einen Sprachkurs in Japanisch besucht, aber ich hatte schon Probleme Französisch zu verstehen… Immer Mal wieder packt mich die Lust, irgendwann Japanisch zu beherrschen und ich fange an die beiden Alphabete (Hiragana und Katakana) der japanischen Zeichen zu lernen… und dann höre ich wieder damit auf.

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Intro Yumeiro Patissiere.

Schade eigentlich, denn die Sprache und die Kultur faszinieren mich immer wieder. Gut, wahrscheinlich ist Mila Superstar (wer könnte je das Theme vergessen? … «Mila kann fliegen wie die Schwalben über Fujiama» ) oder Yumeiro Pâtissière (die gehört nicht zu meinen Kindheitserinnerungen sondern ist eine Entdeckung der letzten drei Jahre… eine Serie für kleine Mädchen, von Anfang bis Ende… und ich liebe sie…) keine representative Darstellung der japanischen Gesellschaft, aber ich mochte sie trotzdem. Die Kickers gehörten eindeutig zu meinen Helden, sowie das Super TrioLady Oscar und auch Georgie mochte ich sehr gerne. Vor etwa zwei Jahren habe ich mir Georgie von Anfang bis Ende angesehen – und schockiert festgestellt, dass es ein wirklich überraschendes und ziemlich schreckliches, teilweise sogar tödliches Ende nimmt. Möglicherweise lag es daran, dass die Serie hierzulande nie bis zum Ende ausgestrahlt wurde… Auch Mila entfernt sich je erfolgreicher sie wird desto weiter von dem, was wir als unbeschwerte Kinderunterhaltung am Vormittag ansehen würden.

Und wieder Mal bin ich total vom Thema abgeschweift… Eigentlich wollte ich nur erzählen, dass ich das Kinderbuch «Die fabelhafte Riesen-Karotte» wunderschön finde – und die Illustratorin Satoe Tone eine japanische Grafikern ist (und natürlich nicht das geringste mit den oben genannten Animes zu tun hat). Die Geschichte ist schön, aber die Bilder sind… unbeschreiblich. Tatsächlich fehlen mir die Worte. Sanft, schön, fantastisch, schelmisch, detailliert, berührend, weit, traumwandlerisch, liebenswert, warmherzig, poetisch…

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Flauschige weisse Hasen die auf der Riesen-Karotte herumspazieren.

Aber seht selbst:

Satoe Tone hat auch schon andere Kinderbücher illustriert, darunter eins das auf Französisch verlegt wurde und «Du chocolat pour toi» heisst… Ungewöhnlich, da es keine Geschichte im eigentlichen Sinn enthält, sondern ein Rezept grafisch darstellt – mit demselben unverwechselbaren weichen Stil, die auch ihre anderen Bücher auszeichnet. Auch einer der weissen Hasen ist wieder mit dabei. Ich muss mich mal in den Bücherläden umsehen, ob ich es irgendwo finde.

Update:

Ich habe das Buch «Du chocolat pour toi» nun gekauft und es ist wirklich sehr «härzig» (ein besserer Ausdruck fällt mir beim besten Willen nicht ein). Abgesehen davon enthält es ein interessantes Rezept für eine richtige Chocolat Chaud Épais, das ich unbedingt ausprobieren muss!

Et voilà eine Impression:

chocolatchaudpourtoi
Auf auf ihr Schokoladentäfelchen! – Ab in die warme Milch mit euch!

anonyme köche logo

 

Anonyme Köche

Auf diesen Blog von Claudio del Principe, Autor mehrer Kochbücher, bin ich kürzlich gestossen und ich fand das Logo toll!:) Entworfen wurde von seinem allerbesten Freund und Grafiker Patrick Widmer entworfen.

Lesezeichen ist gesetzt, mal sehen was mich von seinen Rezepten zum Nachkochen inspiriert. Lesezeichen setzen ist ein Hobby von mir. In 95% der Fälle benutze ich sie nachher gar nicht… eigentlich bescheuert, aber … ich habe doch immer die irre Überzeugung, dass ich die Seite mit all ihren Tipps, Tricks, Techniken und Rezepten jetzt beherrsche und besitze und sie mir nieeeemand mehr wegnehmen kann.

 

Sich über den Erfolg von jemand anderem freuen

business breakfast facebook
Facbeook Seite von Business Breakfast.

Was lange währt wird endlich gut!

Soeben habe ich erfahren, dass Mathias Ruch sein Projekt mit dem damaligen Arbeitstitel Business Breakfast unter dem Titel «Schrank ohne Spiegel» veröffentlicht hat!

Ich hatte ihn 2011 interviewt (falls es euch interessiert, könnt ihr den vollständigen Artikel unter Bestseller 2.0. lesen) und fand die Idee, einen Roman, bei dem die Leser online Einfluss darauf nehmen können, faszinierend.

In einem Forum konnten sich die SupporterInnen die neuesten Leseproben ansehen und hatten auch die Möglichkeit dazu ein Feedback abzugeben so dass ein aktiver Austausch zwischen Autor und LeserIn entstand.

Ich bin schon sehr gespannt auf dieses ganz spezielle Buch, das ich nun bald in den Händen halten werde! Und ich freue mich sehr für Mathias, dass er seine Idee umsetzen konnte und wünsche ihm weiterhin viel Erfolg!

 

Tag der Milch

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Plakat für den Tag der Milch 2016. Vorschlag der 6. Klässler aus der Schule Silenen.

Wusstet ihr, dass es einen «Tag der Milch» gibt? Naja spätestens jetzt wisst ihr es. Der 16. April wurde zum Tag der Milch auserkoren und der wird in vielen Städten der Schweiz gefeiert – in Neuchâtel gibts sogar eine grosse Milch-Party mit Milchausschank, einem Konzert und der Preisverleihung für das beste Milch-Plakat.

Swissmilk hat nämlich landesweit Schülerinnen und Schüler dazu eingeladen, an einem Plakat-Wettbewerb teilzunehmen, in dem verschiedene Beiträge entstanden sind. Ihr könnt hier bis zum 13. April für Euren Favoriten abstimmen und dabei eins von zehn iPad Air 2 gewinnen. Mein Favorit:

 

Migros Kinder und ein Garten Eden im Mini-Format

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Mini Garten der Migros!

Ich liebe alles was klein und knuffig ist! Zufälligerweise habe ich diese winzigen Gärtchen im DO-IT & Garden der Migros in Bachenbülach entdeckt.

Ich bin sowieso ein Migros-Kind… so bin ich gross geworden und die haben eh die bessere Werbung! Für alle Nicht-Schweizer: Bei uns gibt es zwei grosse Supermarktketten, die gemeinsam mit Abstand beinahe den ganzen Markt ausmachen und die Bevölkerung in zwei Lager sprengt; Migros und Coop.

Ganze nennt sich Mini-Gardening und verspricht jedem seine eigene kleine Oase für zu Hause zu basteln. Das könnte sich wohl zu einem Trend entwickeln… Ich weiss nicht mehr wie das heisst, aber es gab doch auch schon für gestresste Büroangestellte so kleine Sandkasten in denen sie herumrechen und sich dabei in asiatischer Manier entspannen konnten (oder so). Ich finds jedenfalls sehr härzig!

Eine Hundeleine für zwei

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Eine Hundeleine für zwei.

Diese überaus praktische Leine für zweibeinige Besitzer von mindestens zwei Vierbeinern habe ich heute zufälligerweise in Barcelona gesehen.

 

 

 

Und wie gesagt… ich bin halt auch noch ein Migros-Kind!

 

Fortsetzung: Tolle Sachen die das Leben schöner machen II

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Kafka et la Mousse (e)au chocolat…

Un matin, au sortir d’un rêve agité, Grégoire Samsa s’éveilla transformé dans son lit en une véritable vermine.»

C’est la première phrase de la nouvelle «La métamorphose» de Franz Kafka, un écrivain allemand pour tous ceux qui ne le connaissent pas – et un excellent résumé du livre. Je trouve qu’il y a beaucoup des parallèles entre Kafka et moi. Par exemple, il n’a jamais reçu un prix Nobel non plus.

Dans mes mémoires à moi, la première phase sera : «Un matin, au sortir d’un rêve agité, Evil Lynn s’éveilla transformé dans son lit en une véritable folle.»

Je prétende qu’il y a beaucoup de vérité dans ce que je dis ou plutôt écris. Même si Kafka était un écrivain allemand majeur du dernier siècle et moi je viens de commencer mon petit blog cette année.

En ce moment je me trouve toujours dans une psychiatrie, mais dans une autre que celle de laquelle je parle dans cette histoire. Elle est gérée d’une façon très pro et je m’y sens bien. C’est important de vous le dire, je suis très heureuse que ce que j’avais vécu auparavant semble être une grande exception.

Ici je vous raconterais (au présent) comme je me sentais la première fois que je suis entrée dans une psychiatrie qui n’était malheureusement pas «bonne» pour moi. Peut-être elle est bonne pour d’autres personnes, mais moi avec les problèmes que j’ai, ce n’était pas le bon choix. Alors, suivez-moi dans ma tête, je vous raconte la petite histoire de comment j’ai réussi à faire une mousse eau chocolat dans la station fermée d’une psychiatrie.

 

Excentrique ou malade?

Hier j’étais encore maître de mon destin et considérée peut-être comme quelqu’un qui est un peu excentrique mais aujourd’hui je me suis réveillée dans une psychiatrie et je me rende compte que tout ce que dis ou fais est interprété comme si j’étais complètement tarée.

Je ne dis pas que je n’appartiens pas dans une psychiatrie. Bien au contraire. En fait je voulais venir ici (d’accord, c’est peut-être la première indice que je suis effectivement folle puisque qui a véritablement envie d’aller dans une psychiatrie en tant que patient? Le désir d’y aller montre probablement déjà qu’il y a un problème là quelque part…) afin de travailler sur moi-même, apprendre à mieux gérer mes problèmes et finalement m’en sortir mieux avec la vie. L’ironie est que depuis je suis là j’ai l’impression d’être plutôt bien dans ma tête mais que ce sont plutôt les autres qui sont complètement dingues.

Il y a un nom pour ce que je ressens: manie ou paranoïa. En fait il y a une diagnose pour tout. D’ailleurs il semble que c’est un peu comme la règle # 34 du net: Si ça existe, il y a du porno à ce sujet. Il n’y a pas d’exception. Adapté à ma situation: Si ça existe, il y a une maladie (mentale) à ce sujet. Il n’y a pas d’exception. Si je suis triste et pleure – je suis dépressif. Si je suis heureuse et je veux faire plein des trucs – je suis maniaque. Si je ne fais ni l’un ni l’autre – je suis apathique. Bref: Ce n’est pas très sympathique…

J’ai écrit que «les autres sont complètement dingues» et en effet j’avais peur quand je changeais de la Reha où je me suis bien habituée aux autres patients de venir dans une clinique psychiatrique où je serais entouré par des gens tout à fait fous qui se prennent pour Napoléon ou gueulent toute la journée ou portent des lunettes des toilettes en tant que chapeau sur la tête ou ce genre de chose qu’on voit dans les mauvais films. Heureusement ce n’est pas comme ça ici. J’ai l’impression que les autres patientes (il s’agit d’une clinique réservée exclusivement aux femmes) sont aussi «normales» que moi. Genre on a toutes un ou plusieurs problèmes mais on peut parler à tout le monde, s’échanger et jouer aux cartes.

Alors «les autres» dont j’ai parlé c’est le personnel. Les femmes soignantes / infirmières et les médecins.

Je ne suis que patiente et comment les autres sont traités ne me regarde pas du tout. Néanmoins j’ai du mal à m’empêcher quand je vois certaines choses où j’ai envie de me taper avec la main sur le front (quelqu’un m’a appris qu’en langue des jeunes ça s’appelle «face palm» aujourd’hui). Fort. Plusieurs fois. Par exemple quand j’entend qu’on dit aux patients dépressifs qu’ils devraient «juste essayer un peu plus d’être heureux et de voir les choses positivement». Ta gueule – si la personne était capable de faire ceci, elle ne se trouverait certainement PAS dans une station fermée d’une psychiatrie, n’est-ce pas? Vous voyez facilement: La folle qui se prend pour Napoléon et veut régner sur son petit peuple des loufouques, en fait c’est moi!

 

Je voudrais déjà être roi!

Je porteais souvent un bonnet rouge-blanc style Charlie qu’une infirmière très sympa de la Reha a façonné pour moi exprès. Le personnel de la psychiatrie par contre m’a dit que je devrais l’enlever. Je leur ai dit que s’ils m’enlèvent ce bonnet, je vais porter une couronne à la place. (J’en ai une cinquantaine du genre «gateaux des rois» et oui, je vais les utiliser si besoin, je n’ai plus aucun pudeur!) Je peux porter mon bonnet maintenant sauf pour les repas…

Alors pourquoi je me comporte comme un enfant? Parce qu’ils me traitent comme un enfant. Evidemment leur point de vue doit être complètement différent, à voir, l’envers. Celle-là se comporte comme un enfant – alors on va la traiter comme un enfant!

Et nous voilà : Une belle tragédie grecque. Sauf qu’elle ce passe en Suisse Alémanique. (Nous aussi on rigole des fois. Si on a le temps et l’argent pour. Jusqu’au moment ou quelqu’un pleure.) Ou justement un sentiment kafkaesque. Tout ce que j’écris c’est mon ressentiment. Ce n’est pas la vérité absolue. J’imagine si vous demanderiez au personnel, ils vous racontent une autre histoire. Ce que j’ai appris pendant mes étudies en histoire: c’est le gagnant qui écrit l’histoire. Et ce que j’ai appris ici: Si tu ne peux te faire entendre, comprendre ou gagner, tu peux toujours écrire un blog.

Fin ce que je voulais dire au début c’était que je suis dans une psychiatrie en tant que patiente et tout ce que je dis ou fais est interprétée de la façon: «cette femme est malade». Du coup au bout d’un moment je me comportais automatiquement comme si j’étais effectivement malade. Car même quand je faisais très attention et tout je n’arrivais pas à convaincre le personnel de me prendre pour une personne avec une maladie plutôt qu’une maladie avec un peu de personnalité. Comme le résultat était le même de toute façon, pourquoi se donner de la peine et s’embetter pour faire «bonne impression»si déjà on a le tampon de «folle» sur le front?

Les gens qui sont dans les hôpitaux psychiatriques parce qu’ils ont des problèmes, mais des fois on dira qu’ils ont perdu (avec leur raison ou une partie de laquelle) toute leur humanité aux yeux du personnel s’ils ne jouent pas selon leurs règles (des fois tout à fait absurdes). Ce gens sont faibles, puisque des fois ils y sont sans qu’ils veulent y être, contre leur gré, et s’ils essayent de se défendre il y a personne qui leur croit et leur prête l’oreille puisqu’il s’agit seulement des «pauvres cons». C’est tout à fait terrifiant de voir ça. J’avais la chance puisque j’avais ma famille qui était derrière moi pendant tout le procès et mes amis aussi. Mais pas tout le monde ait cette chance. Je dirais même que c’est plutôt rare.

J’ai un problème mentale, c’est pour ça que je sois là, je le reconnais. En même temps je ne suis pas complètement folle non plus. Il y a plein des choses où on peut me faire confiance.

Par exemple: Je sais très bien faire une mousse au chocolat. En fait c’était le premier dessert que je savais faire et que je faisais toute seule. Avec la recette du «Tipftopf», c’est LE livre de cuisine en Suisse Alémanique que tout le monde possède puisqu’on le reçoit à l’école. Presque tout le monde sait faire une mousse au chocolat d’une manière d’une autre, je veux dire les femmes et hommes de ménage autant que les pros.

Partant du Tiptopf jusqu’à Fréderic Bau et Hervé This

Evidemment il y a milles différentes recettes afin de faire une mousse au chocolat. Plus j’entrais dans le monde des «pros» plus je m’éloignais de la recette du «Tiptopf» (puisque dans cette recette on fond par exemple le chocolat avec de l’eau bouillante… Première leçon quand je suis entrée dans une chocolaterie de Mr. Bellrhona personnellement: «L’eau et la farine sont les ennemis jurés du chocolat! On ne les met JAMAIS, JAMAIS, JAMAIS ensemble!!» Du coup j’ai fait le tour des mousses au chocolat. Avec des blancs d’œuf, meringue italienne, meringue suisse, meringue française, sans blancs d’œuf, avec des jaunes d’œuf, avec une pâte à bombe… J’ai lu et relu ce que Fréderic Bau avait écrit dans son livre «Au cœur des Saveurs» au sujet du mousse au chocolat. Néanmoins il y a pas si longtemps j’avais lu qu›Hervé This (à la base un chimiste français, mais qui en plus est très passionnée de la cuisine et ses secrètes au niveau chimique et physique et explique cela dans des livres très intéressants et en plus marrants à lire) avait développé une mousse au chocolat avec deux ingrédients seulement: de l’eau et du chocolat.

Maintenant c’est contre l’intuition de tout chocolatier ou pâtissier qui connait son métier. Puisque comme j’avais déjà dit: La première leçon est toujours: NE JAMAIS METTRE DE L’EAU ET DU CHOCOLAT ENSEMBLE !

Pourquoi? Parce que le chocolat contient beaucoup de graisse de la part du beurre de cacao et l’eau ne se mélange justement pas bien avec la graisse. Pourquoi est-ce que ça marche quand même? Parce que dans la plus grande partie des chocolats qui sont vendus aujourd’hui il y a de lécithine (souvent du soja ou de tournesol) qui figure comme émulsifiant. Ainsi l’eau et le chocolat puissent se mélanger.

J’avais essayé cette recette trois ou quatre fois à la maison déjà et j’étais fasciné par sa facilité – et à chaque fois j’avais peur que ça ne marcherait peut-être pas car c’est quand même un peu comme de la magie. A chaque fois j’utilise le batteur et je suis là en train de penser : Mince… je suis sûre que je me raterais cette-fois ci! Une fois je m’étais effectivement ratée car je voulais voire si vraiment cette histoire de lécithine faisait la différence et j’utilisais un chocolat qui ne contenait que du masse de cacao, beurre de cacao et du sucre. Et effectivement ça n’a pas marché. La science peut être un plaisir – si on comprend le truc – et il y a du chocolat dedans!:-)

 

Viva las Vegans!

Retour à la maison qui rend fou. Il y avait une jeune femme qui était «vegan» et c’était son anniversaire. Du coup je lui ai dit que je connaissais une super recette d’une mousse au chocolat qu’elle pouvait manger sans problème. Je demandais au personnel si c’était possible car la recette était très facile à réaliser, on avait besoin de très peu des ingrédients et aussi peu des outils. Le personnel m’a dit qu’il fallait faire une demande officielle. Je me mettais devant l’ordinateur et en vingt minutes je l’avais fait.

La quantité, les ingrédients, les outils. J’avais même genre deux versions, une version «de luxe» (avec de la couverture exclusive de Bellrhona et un batteur électrique) et une version «station fermée» (genre avec du chocolat Quailler noir du supermarché et à la main).

Il semble que le personnel était étonné que j’arrivais à faire ceci en vingt minutes, même si ça n’aurait pas dû leur sembler tellement bizarre comme, à part d’avoir toujours bien aimé faire les desserts à la maison, j’avais quand même fait l’Ecole Hôtelière et travaillé comme stagiaire dans plusieurs chocolateries-pâtisseries et même à la Petite Université du Chocolat pendant un an. Néanmoins – comme j’étais entrée en psychiatrie station fermée il semblait que j’étais tout d’un coup dépourvue de tout sens, de tout passé, de toute connaissance que j’aurais pu avoir normalement.

Du coup au début ils ne savaient pas trop quoi en faire. J’avais ma demande, elle était formulée par écrit dans un document, même assez solidement «beau» à regarder et le titre était «Veganes Schoggimousse» (mousse au chocolat vegan).

Je l’envoyais à l’adresse e-mail qu’ils me donnaient. Ca leur a pris quatre fois afin de me donner la bonne adresse e-mail déjà. On dirait qu’ils ont fait exprès pour m’en empêcher. J’imagine si je n’avais pas été un peu «maniaque» je n’aurais jamais réussi car j’aurais abandonnée – bien trop frustrée pour ce genre de jeu – bien avant.

Puis ça durait genre deux semaines pour obtenir la permission… puisque il fallait que quelqu’un me surveillait afin d’éviter que je tue quelqu’un (ou plutôt moi-même) avec la spatule ou le fouet ou quelque chose comme ça. Je n’ai pas trop compris les raisons d’excitation du personnel car c’était assez simple comme recette et les possibilités de se faire mal étaient aussi limités que même moi avec beaucoup de fantaisie je n’arrivais pas à imaginer comment me blesser – ou autrui.

L’anniversaire de la jeune femme avait évidemment déjà passé il y a un moment… Néanmoins on voulait toujours faire cette mousse.

Puis il semblait que que le chef de cuisine l’avait interdit puisqu’il ne possedait pas du chocolat noir vegan dans la maison (qui se dit «4 étoile» au niveau de la cuisine). J’avais essayé de convaincre l’infirmière que je suis quasiment sûre qu’il possède du chocolat noir vegan puisque quasiment tout chocolat noir professionnel (qui mérite son nom au moins) est automatiquement vegan.

«Non! A cause du beurre!»

J’essayais de ne pas m’énerver parce que comment pouvait cette femme le savoir? Moi je ne le savais pas avant que j’ai commencé à m’intéresser beaucoup à cette matière… néanmoins je commençais à perdre ma patience…: «Madame… le beurre dans un bon chocolat noir n’est pas du beurre laitier. C’est du beurre de cacao. Et le beurre de cacao est vegan.»

«Mais ce n’est pas écrit sur l’emballage! Et ça coûterais trop cher d’en acheter exprès…»

«Madame! Ce n’est pas écrit sur l’emballage PARCE QUE C’EST LOGIQUE! C’est comme si vous écriviez sur le beurre laitier qu’il contient du lait.» (En fait je crois ça doit se faire maintenant, gare aux allergies et tout… ce disant, c’est moi ou le monde qui est fou?)

Bon bref… c’est difficile parce que des fois vous savez des choses mais il y a personne qui vous croit parce que vous êtes officiellement folle! Ca rende effectivement dingue!

Ca durait encore une semaine de plus et une fois la femme qui était vegan entendait à quel point le chef de cuisine et une des infirmières rigolaient de nous sur le balcon puisqu’on était vraiment «complètement folle» parce que ça ne pouvait «jamais marcher»!

Là, ce n’est pas bon! Là je me fâche! Parce que ça intriguait beaucoup cette jeune femme et je n’ai pas supporté leur rigolade sur quelqu’un qui se trouve dans une position plus faible. J’ai toujours eu un sens très aigué de ce qui est «juste» et ce qui n’est justement «injuste»!

Maintenant il ne s’agissait plus de faire juste une mousse au chocolat, maintenant il s’agissait d’une guerre de volonté et de force! Evidemment ils étaient plus forts dans leur position (collaborateurs de la clinique vis-à-vis des patientes mentalement handicappées de la clinique), mais moi je n’avais rien d’autre à faire toute la journée que de vouloir faire une mousse au chocolat. Il ne faut jamais énerver une folle qui n’a rien d’autre à faire que suivre son plan ET en même temps vous embetter…

Alors je luttais pour «ma mousse au chocolat» comme Obelix luttait contre César (J’aimerais bien dire que je suis malin et Asterix… Néanmoins ce n’est pas que je suis gros! C’est juste tout le métal dans mon corps…. Et je suis tombée dans la marmite quand j’étais petite!). J’ai dit que je voulais bien parler avec le Chef de Cuisine afin de lui expliquer pourquoi ça marcherait quand même. (Comme dit plus en haut, c’est logique que la première réaction est de ne pas le croire. Puisque c’est contre tout logique en cuisine qu’on a appris auparavant. Néanmoins je trouve un «bon» Chef de Cuisine ou cuisinier tout simple sera émerveillé d’apprendre quelque chose nouveau – en plus ça va vite, est simple à réaliser et répond à des nouveaux attentes: c’est vegan.) Il ne voulait jamais monter et me parler.

Une fois un cuisinier est venu en haut chez nous dans la station fermée. Il était très sympa, intéressé et comprenait le truc en deux secondes. Il était noir mais parlait parfaitement le Suisse-Allemand. Je pensais que peut-être lui aussi avait l’habitude de ne pas être pris pour 100% dans une Suisse qui est de plus en plus UDC… Je ne sais pas s’il a fait un sorte qu’on recevait feu vert, puisque après une bataille sanglante de plus de trois semaines j’avais finalement le droit de faire ce fameux mousse au chocolat.

L’ironie était que dans le chocolat utilisé par la maison dans lequel je me trouvais il y avait en effet du beurre clarifié dans le chocolat noir du «Bistrot»(pfft… encore une fois… c’est quoi comme chocolat?!) du coup ce n’était pas comme j’avais promis «vegan» et «sans lactose».

A la fin on en a fait deux versions, une avec le truc terrifiant de «Bistrot» et l’autre avec du Quailler noir (qui est vegan). Puisque c’est tellement vite… fin, pour en finir moi j’étais plus ou moins assise puisque j’ai du mal à rester debout trop longtemps et j’ai dit aux autres femmes  «folles» qu’est-ce qu’il fallait faire. Et elles l’ont toutes mangées! (Même ceux qui y étaient parce qu’elles avaient des troubles genre anorexiques.)

Je crois maintenant je suis prête à reprendre une grande cuisine en tant que cheffe comme je suis Moef et j’ai un Bocul d’or et tout. Sauf que je ne peux pas vraiment marcher. Peu importe. Je serais au bureau toute la journée. Comme un «vrai» chef.

Bon, de toute façon, j’ai réussi à faire une mousse au chocolat dans la station fermée de la psychiatrie. Je crois je n’en ai jamais fait une qui était aussi longue à faire et compliquée et je crois je n’étais jamais plus fière d’une préparation culinaire que j’ai fait dans ma vie.

 

 

Recette Mousse (E)Au Chocolat                                          

Ingrédients (pour 3 – 4 portions)

  • 200g Couverture Noir (Chocolat Noir, tu peux utiliser p.ex. Cailler Noir)

(La Couverture doit impérativement contenir du LECITHINE! Il ne faut pas s’inquiéter puisque la majorité du chocolat en grande surface contient de lécithine (normalement lécithine du soja ou tournesol).)

  • 200g d‘Eau
  • 1kg des Glaçons (ou un truc congélé comme des petit-pois ; c’est juste nécessaire pour rapidement refroidir la masse)

Matériel Nécessaire

  • Balance
  • Batteur / Mixeur
  • Poêle
  • Bol
  • Spatule

Préparation

  1. Chauffer l’eau (Max. 50 – 60°C) et le verser sur la couverture (hachée en morceaux). Bien mélanger jusqu’au moment où c’est homogène.
  2. Immédiatement mettre le bol sur les glaçons et fouetter ce mélange avec le batteur comme si tu voulais faire de la chantilly pendant environ 10 minutes.

 

Petite Astuce N°1 : Il faut faire un peu attention puisque ça gicle beaucoup au début et tu risques d’avoir des traces brunes partout dans ta cuisine. Du coup je propose de mettre les glaçons dans le lavabo et le bol là-dessus, ainsi (comme c’est un peu en bas du reste du plan de travail) ça restera un peu plus propre.

Petite Astuce N°2 : Ne te laisse pas décourager ! Quand tu fouettes ça dure énormément de temps jusqu’au moment où il se passe quelque chose et le mélange commence à épaissir. Mais ça marche. Je te le garantis. Il faut juste être patient. En fait c’est un peu comme un petit miracle à chaque coup !:-)

 

 

 

 

 

 

 

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