WTF?!?

Mir fällt gerade auf, dass es gar keinen WTF (ich nehme an, Ihr seid auch schon draufgekommen, dass es für WHAT THE FUCK steht) – Beitrag gibt. Schliesslich heisst der Blog ja Evil-Lynn’s WTF, ist das nicht merkwürdig?

Kein Kommentar.
Das.beste.Cookie.der.Welt.EVER!

(Urschweizerisches) Oder (?) ich nehme einfach an, das klar ist das WTF geht so ziemlich jedem Beitrag vorangeht… quasi als unterschwellige Grundstimmung,

Oder es handelt sich um die Unterlage auf denen sich die Subjekte mit den Textkonnektoren und Possesivpronomen tummeln,

Oder es fungiert als Bühne auf der sich mein Leben und das ganze Chaos rundherum abspielt,

Oder mir ist damals einfach nichts besseres eingefallen.

Wahrscheinlich ein bisschen von allem. Mein ganzes Leben ist immer mal wieder WTF… Und das ist auch nichts Neues. Offenbar hatte ich zum Beispiel schon vor geraumer Zeit auf einer externen HD einen WTF-Ordner angelegt. Aber es gibt auch immer wieder neue WTFs die mich unvorbereitet im Alltag überraschen…

 

Search und andere Strings…

Ich blogge ja noch nicht so lange und ich glaube die Reichweite meiner geistigen Ergüsse ist nicht besonders gross (zum Glück – vermute ich in meinen einigermassen vernünftigen Momenten…). Trotzdem gibt es Statistiken über Hits und Files und Visitors, die schön über Tage und Monate verteilt sind. Alles in Englisch und ich habe trotz Übersetzungsmaschine KEINE Ahnung, was die jeweiligen Zahlen denn nun konkret bedeuten.

 

Das war heute beispielsweise so ein WTF-Moment:

unterhose mit integriertem strom

WTF sind Search Strings?! Ich meine in allgemein verständlicher Sprache ausgedrückt… Spontan interpretiere ich das nämlich so: Wenn ich nach folgenden Wortkombinationen suche, lande ich auf diesem Blog.

evil-lynn.ch – okay, scheint noch einigermassen logisch.

Aber Unterhose mit integriertem Strom?! Ich meine WTF???!!

Wer kommt denn auf die hirnverbrannte Idee sowas zu suchen? Gibts das überhaupt? (Ohjeh… das ist wohl meine Adaption der berühmt-berüchtigten 34-er Regel (If it exists there’s porn of it. No exceptions. / Wenn es existiert gibt es Porno davon. Ohne Ausnahme.): Wenn Du denkst, ein Idee sei derart bescheuert, dass nie jemand jemals darauf kommen würde sie zu realisieren, gibt es das Produkt bestimmt schon bei E-Bay zu kaufen. Noch wahrscheinlicher wenn es irgendwas mit Sex und Pornos zu tun hat… Oder hat am Ende Search String was mit String Tanga zu tun?!

Als nächstes wüsste ich gerne was elektrische Unterhosen mit diesem Blog zu tun haben… Ich glaube um eine Unterhose geht es (zunmindest bisher) nur einmal in einem Eintrag über meine Zeit als Erasmusstudentin in Bordeaux – und die war auch nicht elektrisch – wenn überhaupt etwas war sie allerhöchstens einigermassen aerodynamisch.

oder wenn man nachdenkt und nichts dabei rauskommt

Im darauffolgendem Monat sind wir bereits bei 6 verschiedenen Search Strings.

Den ersten kennen wir, ist ok und abgehakt. Beim zweiten hab ich keine Ahnung, ich vermute das sollte irgendwie Franck bien aimé heissen. Nachdem ich die Suchmaschine damit gefüttert habe komme ich auf die Seite einer Firma namens Franck Bien Aimé, die auf «Plomberie, Chauffage et Energies renouvelables» (Klempnerei, Heizung und erneuerbare Energien) spezialisiert ist. Womöglich um die Unterhose mit Strom zu versorgen?

mann liebe kopf verdreht ironisch lustig – da fühl ich mich sogar einigermassen geschmeichelt. Obwohl es eigentlich eher die Männer sind die mir den Kopf verdrehen als umgekehrt. Egal, anderes Thema.

Nummer 4: (urschweizerisches) ODER wenn man nachdenkt und dabei nichts rauskommt. Ist vermutlich passend, aber trotzdem: WTF?! Eben: ich habe Mühe mir den tatsächlichen Vorgang vorzustellen wie diese Search String Resultate zu Stande kommen… in meinem Kopf sehe ich einfach irgendwelche Leute diese Stichworte eintippen und dann tauche ich als passendste Antwort auf…

sexe du 15ans… Keine Ahnung wo das herkommt, abgesehen vom Französisch. Es ist nämlich der bislang einzige Search String auf Französisch (Was mich gewundert hat, da ich zumindest vom Gefühl her anfangs mehr Französisch und Englisch statt Deutsch bloggte.), darum freu ich mich trotzdem.

Last but not least 6. tanga auf dem boden – ok, ich weiss woher DAS vermutlich kommt; und zum Mitschreiben damit es klar ist: elektrisch war der wie gesagt nicht!

Ich bin Mal gespannt was da noch alles rauskommt… diese Statistiken sind für mich so ähnlich wie das Orakel von Delphi in der Antike. Ich glaube mir sollte eine (oder mehrere) wichtige Botschaften über die Welt, den Sinn des Lebens und mein Schicksal mittgeteilt werden, aber es spricht in Rätseln beziehungsweise Algorithmen weswegen die Informationen nicht oder nur teilweise entschlüsselt werden können und de fakto unbrauchbar werden

De Fakto What(TF?!) Wollte ganz einfach schon immer mal irgendwo heimlich ein de fakto einschläusen… Das klingt so erwachsen. Vielleicht ergibt sich so in Zukunft der Search String de fakto erwachsen?

 

Einen hab ich noch, einen hab ich noch! Wenn wir schon von wirren Orakeln und schicksalsträchtigen Vorahnungen oder Zufällen sprechen:

eintrag tentakelvilla

Tent Orakel-Thomas hat gesprochen.

Also ich fands lustig!;-)

 

Update Mai 2016

Während der Search String im April völlig uninteressant war habe ich schon am 3. des neuen Monats einen recht merkwürdigen Eintrag:

Search String Mai 2016.
Search String Mai 2016.

Im Prinzip passt alles zum Migros-Mini-Garten. Ausser dass natürlich irgendwie noch ein Arsch reinmusste… WTF?

 

Cardiospermum Kiddy Lotion

Man sollte nicht gleichzeitig Essen, auf der Tastatur rumwerkeln, mit seiner Schwester quatschen und Fernsehen schauen. Da könnte es passieren, dass man das eine oder andere missversteht… Beispielsweise wenn im Hintergrund Werbung für «Cardiospermum Kiddy Lotion» gezeigt wird. Echt… WTF?! Woran denkt ihr bei dem Namen? Ich bin zwar keine Marketingfachfrau, aber mir scheint es fragwürdig, wenn ein Produkt für Kinder das Wort spermum vorkommt – auch wenn es sich hierbei scheinbar um eine Pflanze handelt. Schliesslich gibt es immer Spacken wie mich, die da was falsch verstehen…

cardiospermum kiddy lotionScheinbar handelt es sich bei der Vertreiberin OMIDA um eine Schweizer Firma, die sich auf Homöopathie spezialisiert hat. OMIDA steht für Omnia Medicamentea Infinitesimalia Diathesia Analoga. Das ist offenbar Lateinisch (selbst nach sechs Jahren Lateinunterricht und mit einem Bachelor in Geschichte bin ich unfähig das in die Deutsche Sprache zu übersetzen…) und heisst  so viel wie Alle Medikamente in feinster Verteilung  analog der Krankheitsanlage. Nach wie vor habe ich keine Ahnung, was das heissen soll… Trotzdem: Daumen hoch für deren Werbespezialisten!

 

IV – Wenn’s Mal wieder länger dauert…

Ich hoffe für euch, dass ihr nie mit der IV (Invaliditäts Versicherung) zu tun habt. Und falls doch, dass alles so reibungslos und schnell wie möglich abläuft. Bei mir dauerts wieder Mal länger (ich schnapp mir ein Snickers).

Nur so zur Info: Ich weiss, dass es eigentlich allen so geht und ich keine Ausnahme bin, dass die nichts gegen mich persönlich sondern jede Menge Fälle zu bearbeiten haben, dass es viele gibt, denen es noch um einiges schlechter geht. Beispielsweise wenn Dein Bein amputiert werden musste, Du endlich mit einer Prothese wieder laufen gelernt hast, die IV Im Nachhinein entscheidet, dass Du jetzt doch keine Beinprothese brauchst und sie Dir das Teil (=dein Bein!) wieder wegnehmen… Und überhaupt können wir ja froh sein, dass es in der Schweiz überhaupt ein Netz an Versicherungen und Vorsorgelösungen gibt, damit man nicht verhungern muss…

Aber es ist trotzdem mühsam.

Ich bin seit etwa 8 Monaten angemeldet für berufliche (Wieder)Eingliederungsmassnahmen. Gut, ehrlich gesagt interessierte mich das in den ersten Monaten nicht die Bohne, was wie warum, falls und überhaupt aus mir wird. Aber seit November (also seit 5 Monaten) rufe ich da regelmässig an, um einen Termin zu vereinbaren und gemeinsam zu erarbeiten, wie es weitergehen könnte.

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Egal ob Passierschein A38 oder IV-Anmeldung: Nur eine verwaltungstechnische Formalität!

Eine unendliche Geschichte

Zuerst war es unmöglich einen Termin mit der IV zu vereinbaren, weil «das alles noch viel zu weit weg» war.

Dann ging nichts, weil sie zuerst meinen Lebenslauf und die Arbeitszeugnisse brauchten (welche ich in weiser Voraussicht bereits anfangs gesendet hatte. Aber hey, natürlich, ich schicke es gerne noch einmal. Kein Problem).

Später hiess es, dass ich erst mein ganz genaues Austrittsdatum aus der Klinik wissen müsse, bevor es weitergehen könne.

Danach brauchten sie zuerst einen Bericht meiner Psychologin.

Später verlangten sie den Bericht der Chirurgen des Universitätsspitals.

Als dieser Arztbericht ankam war der Bericht meiner Psychologin nicht mehr aktuell genug.

So verfasste meine Psychologin erneut einen Bericht.

Nun verlangt die IV, dass ich zuerst einen speziellen IV-Bericht vom Unispital vorlegen müsste.

baby
Zwischen Familie und Beruf… Aber nicht klicken, das ist ganz normal!

Ergebnis: Nächste Woche trete ich aus der Klinik aus – und habe nicht die geringste Ahnung, wie es weiter geht. Diese Situation kann einen ganz schön ärgern und nervös machen. Ich glaube dazu muss man nicht mal psychisch vorbelastet sein. Zum Glück bin ich momentan relativ ruhig und zuversichtlich. Warum auch immer. Ob das jetzt ein Zufall oder ein linearer Lernprozess oder sogar ein dauerhaft besserer Umgang mit der Krankheit ist kann ich nicht sagen.

napoleon
Napoleon im Büro!

 

 

5A Leitfaden der IV 

Heute war ich wieder einmal auf der Homepage der IV-Stelle Zürich und suchte verzweifelt nach einer Information, einem Kniff oder Trick, den ich bisher übersehen hatte. Dabei stiess ich auf den 5A-Leitfaden der IV – und mein Frust verwandelte sich in pure Freude!

Grundsätzlich handelt es sich um ein wichtiges und löbliches Unterfangen. Die IV möchte mit dem «praxiserprobten» 5A-Leitfaden Arbeitgeber und Vorgesetzte für die Früherkennung psychischer Krankheiten sensibilisieren damit möglichst schnell präventive Massnahmen ergriffen werden können.

Die 5As lauten: Aufhorchen (Achten Sie auf erste Anzeichen) / Abklären (Notieren Sie Ihre Beobachtungen) / Ansprechen (Schaffen Sie Klarheit mit einem Gespräch) / Auffordern (Bewegen Sie zum Handeln) / Aktiv bleiben (Geben Sie regelmässig Feedback) / Anrufen (Manchmal braucht es ein A mehr)

holzbein
Die IV hat meine Prothese gestrichen – jetzt habe ich ein Holzbein!
sombrero
Hola!

Zu jedem der 5A’s gibt es ein Wimmelbildchen mit vielen Personen und man muss denjenigen finden, der am ehesten psychische Probleme hat.

Es ist toll! Laut diesem Leitfaden bin ich eine ausgezeichnete Führungskraft!

Vielleicht liegt es an meiner natürliche Gabe oder ich habe durch meine jahrelange intensive Erfahrung auf diesem Gebiet die Lage respektiv die entsprechende Person immer sofort erkannt.

Auf jeden Fall belohnt mich die IV jedes Mal, wenn ich auf die richtige Person klicke mit dem aufmunternden Satz: «Sie haben ein gutes Auge für das, was nicht stimmt.» Das gibt mir eindeutig das Gefühl, eine aufmerksame, sensible ja geradezu hervorragende Chefin zu sein (naja, abgesehen davon, dass ich arbeitslos bin – oder invalid, ich weiss noch nicht genau zu welcher Kategorie ich gehören werde)!

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Hässchen.

Die Bilder sind wunderbar drollig, konfus und … voller lustiger Details (in jedem Bild ist ein Hase, manchmal ein Typ mit Sombrero, Mäuse, Hunde..), Missgeschicke und abgedrehter Charaktere. Schaut es euch an!

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Abklären: Wer braucht Ihre besondere Aufmerksamkeit? Klicken Sie auf sie oder ihn.

Forschungsreise für Kinder – Sukkulentensammlung Zürich

forschung kinder
Forschungsreise für Kinder zwischen 9 und 13 Jahren in der Sukki.

Es ist zwar schon länger her, aber dieses Plakat fand ich augenblicklich toll genug um es mit der Handykamera für die Ewigkeit festzuhalten.

Besonders befrendet hat mich der Untertitel: Kakteen streicheln – aufschneiden – essen.

Obwohl ich sicher bin, dass dies alles seine Richtigkeit hat und im Sinn der Forschung und Vermittlung geschieht, klingt es auf so vielen Ebenen einfach falsch (so ähnlich wie die Cardiospermum Kiddy Lotion…).

Jetzt da ich das Plakat tatsächlich poste, informiere ich mich sogar, was Sukkulenten (oder in eingeweihten Kreisen offenbar «Sukkis» genannt…) überhaupt sind.

Obwohl der Weg zur Erleuchtung gar nicht so einfach war… «Die Sukkulenten-Sammlung Zürich beherbergt seit 1931 eine der grössten und bedeutendsten Spezialsammlungen sukkulenter Pflanzen.»
Ich habe soeben den Flyer und das Leitbild auf der Homepage durchgelesen – und ich weiss immer noch nicht, was Sukkulenten sind. (Ausser dass es sich um Pflanzen handelt – das habe sogar ich verstanden.)

Onkel Wikipedia hilft weiter: «Sukkulenten (von lateinisch sucus für ‚Saft‘ bzw. suculentus für ‚saftreich‘) sind saftreiche Pflanzen, die an besondere Klima- und Bodenverhältnisse angepasst sind.

Im Bereich der Anatomie wird flüssigkeitsreiches Gewebe als sukkulent bezeichnet.

Obwohl Kakteen nur einen sehr kleinen Teil aller existierenden Sukkulenten ausmachen, sind diese die bekanntesten Vertreter der sukkulenten Pflanzen. Im Sprachgebrauch wird deshalb zwischen Kakteen und „anderen“ Sukkulenten unterschieden.»

Aha. Kakteen sind Sukkulenten. Aber nicht alle Sukkulenten sind Kakteen. Es gibt also Sukkulenten, die keine Kakteen sind. Harvey ist ein Hase. Zum Glück habe ich Philosophie studiert. Jetzt bin ich jetzt um einen Ausdruck klüger und das Plakat hat seinen Zweck erfüllt.

 

Harvey ist ein Hase

Mist, mir fällt gerade auf, dass mein letzter Eintrag vermutlich gar keinen Sinn macht. Ich dachte so bei mir: «Hey, hier kann ich doch heimlich einen Logik-Hinweis einstreuen, den die Philosophiestudenten verstehen! Dann wirke ich schlau! Und mein Studium nicht umsonst!»

Nur so zur Info: Philsophie war nur mein kleines Nebenfach. Ich mochte Philosophie schon immer. Die alten Philosophen aus Griechenland und Rom, politische Philosophie, praktische Philosophie (Ethik), Sprachphilosophie, Sophie’s Welt, Anders, Descartes (den ich in Bordeaux auf FRANZÖSISCH analysieren und verstehen musste… da muss ich mir mal eben selber auf die Schulter klopfen!), Rawls…

edna bricht aus daedalic
Szene aus dem Adventure Edna bricht aus in der Edna zusammen mit ihrem Stoffhasen Harvey aus der Psychiatrie entflieht.

Das Problem war, dass an der Universität Zürich Logik auch im kleinen Nebenfach zum Lehrplan gehört. Philosophische Logik hat aber nichts mit normaler Alltagslogik zu tun. Weil es nichts und wenn ich sage «nichts» meine ich absolut rein gar nichts mit der Welt oder Wirklichkeit zu tun hat.

Logik ist kühl. Berechnend. Fern der Welt. Logik ist Arithmetik und Algebra (obwohl ich nicht sicher bin was das ist, aber mein Lehrbuch am Gymnasium hiess so), auf jeden Fall mathematisch.

Ich habe keine Ahnung, wie ich es damals durch die Logikprüfung geschafft habe. Mittlerweile habe ich das Gefühl, ich würde das Prinzip besser verstehen. Aber ich dachte früher eben, in der Philosophie ginge es um das Verständnis der Welt, die Wahr- und Wirklichkeit. Dem ist nicht so.

Am Anfang war Harvey.

Logik begann für mich mit Harvey, der alle unsere Übungsblätter mit vielfältigen Beispielen bevölkerte. Und mein Problem ist, dass ich davon ausgegangen bin, dass Harvey ein weltumspannender Logik-Einführung-Hase ist, den alle Philosophiestudenten kennen. Ausserdem ist Harvey der Hase von Edna aus dem Adventure Edna bricht aus… Leider scheint der logische Harvey-Hase ausserhalb von unserem Logikkurs nicht zu existieren.

Also muss ich versuchen, etwas zu erklären, was ich schon damals nicht wirklich verstanden habe.

In der Logik geht es anfangs darum, logische von unlogischen Schlüssen zu unterscheiden und sagen zu können, ob etwas formal logisch korrekt abgeleitet ist oder eben nicht. Und dabei darf man eben NICHT vergessen, dass die Prämissen (Voraussetzungen) eben nichts mit der realen Welt zu tun haben und nur auf dem Papier, in dieser beschränkten Logik-Welt, existieren.

Aus zwei Prämissen (Voraussetzungen) kann man dann einen logisch gültigen Schluss ziehen (oder auch nicht – falls sie sich widersprechen).

 

Prämisse I: Harvey ist ein Hase.

Prämisse II: Alle Hasen sind rot.

Schlussfolgerung: Harvey ist rot.

 

edna und harvey
Lauf Edna!

Möglicherweise könnt ihr nicht verstehen, warum ich damit so viele Probleme hatte. (Und das ist noch relativ einfache Logik, irgendwann kommt dann die Prädikatenlogik und man hat lustige Sachen wie x und p und k zusätzlich zu mathematischen Zeichen und irgendwo ein = und auf beiden Seiten der Gleichung sollte dann dasselbe stehen… Hilfe!)

Ich dachte ganz einfach immer: Harvey ist doch ein Hase! Harvey kann nicht rot sein, er ist braun, weiss, schwarz oder vielleicht gefleckt. Vielleicht hat er rote Augen, aber er ist NICHT rot!

Noch schlimmer wurde es dann mit Sachen wie

 

Prämisse I: Harvey ist ein Hase.

Prämisse II: Alle Hasen können fliegen.

Schlussfolgerung: Harvey kann fliegen.

 

Hasen können ja sicher nicht fliegen! Aber der Schluss ist aus den oben dargelegten Gründen eben doch schlüssig, weil die reale Welt in den Prämissen gar nicht vorkommt.

 

Ich glaube man kann sogar Dinge behaupten wie

 

Prämisse I: Harvey ist ein Hase.

Prämisse II: Alle Hasen sind Giraffen.

hase test
HASE – ist doch logisch!

Schlussfolgerung: Harvey ist eine Giraffe.

 

Da bin ich jetzt aber nicht mehr sicher. Ich glaube es geht. Ausser man hat in einer weiteren Prämisse festgelegt, dass III Hasen können keine Giraffen sein. Jetzt bin ich wieder verwirrt…

Möglicherweise habe ich deswegen auf meinen «Homburger ADHS-Skalen für Erwachsene» Test als allererste Reaktion einen fliegenden Harvey-Hasen gezeichnet hat. Es erschien mir vollkommen LOGISCH! Ergebnis: eine zusätzliche psychiatrische Diagnose gratis obendrauf.

 

Moderne Wunder – Wurst

Das Fernsehprogramm, immer wieder gut für eine Überraschung. Unter dem Titel «Moderne Wunder» hätte ich alles Mögliche erwartet: Die neuesten Erkenntnisse und Behandlungsmethoden der Medizin, welche täuschend echten Special Effects man heutzutage mit Computerprogrammen erstellen oder wie heute synthetische Kleidungsstücke mit Maschinen hergestellt werden.

Aber nein, offenbar handelt es sich beim modernen Wunder um Wurst. Wurstaufschnitt um genau zu sein. Na dann Servus(TV).

Wurstaufschnitt wird gekühlt und in Scheiben serviert. Ob im Sandwichladen, beim Picknick oder bei einer Sportveranstaltung – er ist die Krönung jeder Fertignahrung, vor allem in den USA, wo der Wurstaufschnitt im 19. Jahrhundert von europäischen Immigranten eingeführt wurde. Mittlerweile ist das Geschäft mit der Wurst sehr profitabel. Die US-Bürger verschlingen jedes ahr Aufschnitt im Wert von 1,5 Milliarden Euro. «Moderne Wunder» widmet sich den Wurstklassikern wie etwa Salami.

Nachdem ich mich darüber lustig gemacht und ein Foto gemacht habe, stellte ich fest, dass wir in unserem Wohnzimmer eine riesige Salami hängen haben… die gehört zwar meiner Schwester, aber trotzdem. Tja, so kanns gehen.

moderne wunderwurst
Moderne Wunder auf ServusTV.

Wurst ist sowieso toll und kurz vorher hatte ich ja auch etwas über die Wunderwurst der Schweizer den Cervelat, geschrieben.

bratwurstmuseum
Freunde der Thüringer Bratwurst präsentieren das erste Deutsche Bratwurstmuseum (Screenshot von 2012).

Oder wenn euch das nicht reicht, wie wärs mit einem Ausflug ins Thüringer Bratwurstmuseum? Mit Bratwursttheater, Bratwurstcontest, Bratwurstliga und allem drum und drann was sich der Bratwurstliebhaber nur wünschen kann.

Stolz und Vorurteil und Zombies

Meistens bekommen meine Schwester und ich vom TV kaum etwas mit, wir sitzen gemeinsam auf dem Sofa und jede tippt mehr oder weniger friedlich auf ihrem Laptop herum. Aber dennoch schafft es hin und wieder eine Bemerkung oder Bildfolge bis zu unseren Ohren durchzudringen und weckt ein wenig Aufmerksamkeit und Neugierde.

Nur am Rande hörten wir die Stichworte «Stolz und Vorurteil» sowie «jetzt im Kino». Wir schauten nicht einmal auf und meine Schwester bemerkte: «Das ist glaube ich der meistverfilmte Roman aller Zeiten. Alle zwei Jahre gibt es einen neuen Film!»

Ich nickte – die erste Version von Stolz und Vorurteil die ich (und vermutlich die Generation Y) gesehen hatte war die Verfilmung von 2007 mit Keira Knightley. Allerdings sind mir noch mindestens drei andere Versionen bekannt, wovon ich zwei in der Schule mitansehen musste.

pride and prejudice and zombies klein
Pride and Prejudice and Zombies.

Jane Austen zählt tatsächlich zu den meistverfilmten Autoren – und besonders AutorINNEN – der Geschichte. Ganze 67 Mal wird sie bei der Internet Movie Database aufgeführt. Wikipedia sagt dazu: Seit 1938 wurde Pride and Prejudice 14 Mal verfilmt – darunter auch eine Bollywood-Version namens Bride and Prejudice.

Aber das war noch nicht genug – die 15. Version kommt dieses Jahr in die Kinos. Mit Zombies. Ja, ihr habt richtig gelesen, der neue Streifen heisst doch allen Ernstes «Stolz und Vorurteil und Zombies». Mir fielen fast die Ohren ab und die Augen aus dem Kopf (was ja thematisch passt). Zombies? WTF?!? Wirklich?! Muss das denn sein?!

Ist das wieder so eine #34-er Regel? Wenn es einen Film gibt muss es davon zwangsläufig auch eine Zombieversion geben? Und nächstes Jahr Stolz und Vorurteil und Zombies und Vampire?

Und ganz abgesehen davon stösst mir schon das zweite und auf; Stolz UND Vorurteil UND Zombies. (Pride AND Prejudice AND Zombies) So schreibt doch kein Mensch, das ist ja grässlich.

Naja, ich habe gelesen es sei eine Komödie – vielleicht ist es ja ne Art «Scary Movie» UND Zombies. Was die Sache allerdings auch nicht viel lustiger macht. Gottverdammte Scheisse, das gibts tatsächlich auch schon. In was für einer Welt leben wir eigentlich?

 

Eidgenössisch Diplomiert

diplom ehpl e.lynn
Falsches Diplom der Hotelfachschule.

Damit mich niemand der Urkundenfälschung bezichtigen kann habe ich das Ganze natürlich anonymisiert (keine realen Namen, Logos oder Institutionen) – aber ziemlich genau SO sieht mein offiziell anerkanntes Diplom der Hotelfachschule aus.

Da ist wohl ein Grafiker verloren gegangen. Ich weiss nicht wo ich beginnen soll. Mir fiel erst wieder auf, wie ähm… kreativ das aussieht.

Ist es das praktische A3 Format? (Viel Spass beim Kopieren oder Einscannen für Bewerbungen!)

Oder das schöne Schullogo welches das gesamte Diplom geschmackvoll umrandet?

Mein Favorit ist wahrscheinlich das «Mention Bien» (bedeutet so viel wie «Mit Auszeichnung bestanden») in stylischem Word-Art. Hätte ich gewusst wie das später aussieht (als hätte ich das mal selbst darübergegimpt), hätte ich mir weniger Mühe in der Schule gegeben…

 

Fortsetzung folgt…

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Premiers pas à l'Ecole Hôtelière de Paslosanne

Une décision entre recettes de macarons et formules mathématiques…

couleurssucrées
Les Couleurs Sucrées à Bordeaux.

C’était pendant mon année en tant qu›étudiante Erasmus à Bordeaux que j’ai décidé de changer des études. Je ne me voyais pas en érudite tout la journée derrière des livres dans une grande bibliothèque. Je voulais changer pour un métier dans l’hôtellerie-restauration où je travaillais pendant plusieurs ans en tant que serveuse pour financer mes études à l’université.

A Bordeaux pour la tout première fois je mangeais de Macarons – et je n’arrivais pas à en produire à la maison! Quoique je faisais, avec n’importe quel livre je travaillais, je n’y arrivais pas. Je n’avais pas trop l’habitude de ne pas arriver à faire une sucrerie du coup ça m’embettait pas mal.

J’entrais – toute nerveuse – dans la petite pâtisserie / salon de thé «Les Couleurs Sucrées» qui m’attirait particulièrement afin de demander si je pouvais éventuellement travailler chez eux pour apprendre leur savoir-faire. La patronne, après un temps de reflexion, m’acceptait et m’apprenait à faire quelques recettes – dont les fameux macarons.

macarons
Des casses-têtes ces macarons…

Plus tard j’ai appris qu’il y a deux milles façons à faire des macarons – évidemment. Néanmoins avec sa recette je les réuissais. Et je tiens toujours beaucoup au carnet de recette que je tenais quand j’étais chez elle. Je lui dois beaucoup. Entre outre aussi une affinité pour les thés et une très belle recette de financier thé vert et griottes. Pour moi l’idée de faire un gâteau avec un thé était complètement nouveau – et je crois je trouvais ça très bizarre (on se rapelle que je suis Suisse ALLEMANDE!;-) ). Néanmoins ce financier était si léger et les griottes lui donnaient une très belle côté fruité. Une révélation! La patronne se connaissait bien avec la culture japonaise et me faisait goûter du thé matcha – depuis je l’aime beaucoup aussi. Je suis toujours reconnaissante de l’avoir connu, même si sa boutique a fermé malheureusement – ce que je viens d’apprendre.

Quand je retournais en Suisse ma décision était déjà prise de changer des études, sauf que j’hésitais entre une apprentissage comme pâtissière et un diplôme hôtelière-restauratrice. A la fin j’ai décidé – entre outre parce que les conseilliers d’orientation professionnelle qu’avec un Bachelor de l’université en poche ça ferait plus de sense de faire quelque chose plus ouverte et générale – pour l’école hôtelière.

J’avais même fait un tableau… Il y a tant des écoles hôtelières en Suisse… (ce ne sont pas toutes) Mais laquelle choisir?

comparaison eh
Ma comparaison des Ecoles Hôtelières en Suisse en 2010 (oui, très suisse allemande de faire ça!)

A la fin ma décision était quand même intuitive. Ca m’arrive souvent. Je me prépare rationellement et pour en finir c’est quand même une décision comme nous disons en allemand «venant du ventre».

Après l’avoir fini – même si j’ai des points critiques – c’est une bonne école avec une formation solide. J’y étais LA Suisse Allemande (il y avait une autre fille de ma volée qui venait du Valais – mais elle était complètement bilingue) et j’étais toujours un peu à côté de la planche. (Je me plains souvent que tout dans ma vie est complêtement inprédictable et à quel point ce fait est fatiguant; mais ça au moins semble être une constante dans ma vie.) Je n’ai jamais perdu mon goût pour et une préférence pour la pâtisserie et je restais tranchée entre les cette passion et l’école hôtelière (qui est en Suisse une école supérieure des métiers d’hôtellerie-restauration ou les étudiant(e)s sont formée afin de devenir des cadres; dont viennent  les formules mathématiques mentionnées au-dessus si jamais vous vous êtes posé la question!;-) ) pendant toutes mes études. Evidemment je faisais mes stages dans la pâtisserie… Et la chocolaterie que je decouvrais qu’à Genève.

 

Chocolats ou chocolats…? Le Röschtigraben tranche la Suisse…

Pas que j’aimais pas le chocolat auparavent (en fait je viens de relire mes journals de quand j’avais 12 ou 13 ans et déjà là je disais que mon péché-mignon étaient les pâtisseries et le chocolat). Mais je ne connaissais pas vraiment le chocolat. Je savais faire une mousse au chocolat, des brownies et des cookies au pépites du chocolat. Mais les chocolats que je pouvais acheter en boutique m’ennuyaient profondément.

Chaque fois j’étais déçue. Ils étaient jolis, mais un peu gros pour mon petit bec. En plus il y avait la même palette des goûts partout – la même présentation aussi. Ce n’est pas que je les trouvais mauvais, mais peu inspirants et différents de ce qu’on pouvait acheter au supermarché pour une fraction du prix.

Comme déjà dit, je suis Suisse Allemande à la base. Ca veut dire que si moi – ou quelqu’un qui me faisait un cadeau chocolaté – j’achetais du «bon et cher» chocolat  on allait chez Sprüngli ou peut-être encore Läderach. (Et comme on sait ce qui est cher n’est pas forcément bon et l’envers…) D’ailleurs je viens de regarder leurs homepages et j’ai beaucoup de respect pour leur innovation et je trouve leur marketing est très malin et attirant. Néanmoins ce sont tous les deux des boîtes un peu trop grandes pour être encore vraiment dans l’artisanal traditionnel qu’on l’imagine. Bon bref, en Suisse Alémanique à l’époque ce que vous voyez en vitrine en ce qui concerne le chocolat est probablement un résumé de ça:

richemont - schweizer confiserie
Le livre «Confiserie Suisse» de l’Ecole Professionnelle de Richemont à Lucerne.

Et vous savez quoi? Dans la plupart des confiseries suisse alémaniques c’est toujours une déclination de ces recettes de ce fameux ouvrage classique et standard de l’école professionnelle de Richemont.

Aussi dans les confiseries que je fréquentais à part de ces deux grands: Partout les mêmes formes et les mêmes goûts. Je trouvais cette déclinaison traditionelle du chocolat mélangé avec de noix, caramel, massepain  et des eaux de vie ennuyeuse.

En plus ils étaient et sont très souvent fabriqués à l’aide des boules creuses. Là je trouve que la coque est souvent trop épaisse ce qui fait que le chocolat ne fond pas aussi bien et délicatement dans la bouche qu’avec des autres manières de faire.

Petite note sur ces fameux boules creuses qui étaient d’ailleurs dévéloppé en premier par Läderach. C’est quand même intéressant: Si ça vous intéresse lisez leurs notes historiques d’entreprise: Läderach Histoire.) Ces boules creuses ont revolutionné la production des chocolats car ils ont simplifié le travail du confiseur-chocolatier beaucoup et permettent une production beaucoup plus vite. Une production rationalisée – au détriment du savoir-faire, si j’ose le dire.

Car vous pouvez faire vos bonbons chocolats assez facilement vous même avec ces boules creues préfabriqués. Aujourd’hui on peut en acheter même aux supermarchés – surtout avant Noël pour la fabrication facile des chocolats «maison».

A Genève mon maître de stage m’a dit cette phrase culte qui m’a fait beaucoup rire (je crois c’était aussi par rapport au packaging – car Zürich – à part des recettes standards – c’est l’univers des nœuds en couleurs aux tons pastel, des roses roses en massepain et de l’écriture creuse):

«Ce n’est pas forcément mauvais – c’est (juste) Suisse Allemand!»

Heureuxement aujourd’hui – a part de ces classiques toujours assez omniprésent – il y a de plus en plus des confiseurs-chocolatiers en Suisse Alémanique qui inventent, osent, jouent avec les goûts et textures… J’ai parlé dans un autre article de Max Chocolatier ou Honold (qui à part de ses pralines classiques a fait des chocolats très intéressants et innovatives; en plus j’aime beaucoup leur idée des tablettes rondes!), Schmid Art Café à Bâle (aussi des pâtisseries plus que parfaits!), Casa Nobile à Berne ou aussi Beschle de Bâle (j’aime surtout leur plaques de chocolat – entre outre celle au thé vert matcha! – et leur packaging magnifique). Bon il y a certainement encore beaucoup d’autres, mais ce sont ceux-là qui me viennent en tête en premier.

Bon, en fait ce que je voulais dire c’est si je serais restée à Zürich, je ne crois pas que j’aurais découvert cet Art du chocolat que j’adore beaucoup aujourd’hui. Et si des fois je me dis que j’ai fait la mauvaise décision de venir à cette Ecole Hôtelière, je pense à ça et là j’aurais beaucoup raté de très beau dans ma vie.

 

«Etre ou Paraître» – ou l’Ecole Hôtelière de Paslosanne

L’apparence est tellement importante en hôtellerie-restauration qu’on oublie souvent ce qui compte vraiment dans la vie: l’Etre. L’Etre le remportera toujours sur le Paraître!

Une des premières expériences à l’Ecole Hôtelière (c’est un peu comme au militaire j’imagine) était la visite du tailleur qui faisait des uniformes à chacun et à chacune. Nous avions des tailleurs d’un bleu sombre, deux vestes, deux pantalons (ou un pantalon et une jupe) et cinq chemises blanches. Et – très important: une cravate pour les messieurs et un fou(-)lard pour les demoiselles. Même si c’était adapté à nos tailles individuels il avait peu des gens vraiment contents avec leur nouveau apparence.

Mais évidemment c’est important: la présentation. Etre bien coiffée, maquillée, souriante, compétent et «au service». Au premier semestre on avait même des ateliers afin d’apprendre tout ça.

Ca me rapelait drôlement mon tout premier travail dans une chaîne des restaurants américaine qui n’emploie que des femmes dans une uniforme très «spéciale» comme serveuses. J’apprenais les secrets de la vie comme «Clean breath is happy breath!», «une pomme a plus des calories qu’un hamburger du coup essayez de manger plutôt des pommes que des hamburgers afin de rester attirante!» ou encore: «il faut se maquiller comme la fille d’à côté» (j’ai vu la fille et pensait que la quantité de make-up qu’elle avait utilisé ce matin était probablement équivalent à ce que j’utilisais pendant une année) ou aussi mon slogan préféré «The smile is a part of your uniform!!! Le sourire fait partie de votre uniforme!»

Quand mes amies zurichoises me demandaient qu’est-ce que j’apprenais à l’Ecole Hôtelière je leur ai donc répondu qu’il s’agissait de «l’Art de pliage des foulards pour les avancées».

Bref: C’était plus ou moins pareil. L’uniforme était moins osée et au lieu d’être payée pour ces heures de tout et n’importe quoi je devrais payer moi-même ces plaisanteries. Mais le but était exactement le même:

Sois toujours parfaite. Toujours. Sans faille!

Le rapport taille/toque

A part de ça nous avions aussi des chemises et des pantalons noir pour le service et nos vestes de cuisine.

Evidemment j’étais trop fière de cet dernière uniforme, dix fois plus fière que du tailleur. Néanmoins je craignais toujours que les gens vont se rendre compte tout de suite que je faisais juste semblante d’être une cheffe. Un peu comme si un enfant se déguise pour le carnaval ou la course de l’Escalade du 12 décembre… Du coup j’avais toujours un peu peur d’être «découverte» quand je portais ma veste cuisinière (bon… pour moi évidemment c’était une veste de pâtissière et rien d’autre!).

Taille & Toque 2015

Mais le vrai problème n’était pas la veste (quoique grande elle était pour moi), mais qu’on mettait également des toques. Je n’ai jamais su comment faire pour garder cette p…urée de toque sur ma tête! Franchement! Je me fous de mon apparence un peu en cuisine car je suis là pour cuisinier et pas pour être belle, du coup j’essaie avec toute sorte de truc, mais le toque ne reste pas là-dessus. Quand je faisais une sauce tomate pour le restaurant des étudiants, j’étais plus occupée de faire en sorte que la toque ne tombe pas dans la marmite que de m’occuper de la saler… Ca m’énervait à tel point que je n’ai plus envie de porter une toque pendant toute ma vie…

Pourquoi on met des toques? La version officielle est que c’est plus hygienique. Mais s’il vous plaît! On sait tous et toutes que ça n’a rien à voir! Si on voulait vraiment être hygiénique on mettra un fil sur nos têtes comme à l’industrie… Evidemment dans la tradition des grands chefs cuisiniers avoir des étudiants et étudiantes avec des fils sur leurs têtes au lieu des belles toques je vois que ça ne fait pas très beau pour la GRANDE, TOP-TEN, ECOLE HOTELIERE DE… ?! Zute, j’ai oublié le nom!

Comme je suis Suisse Allemand, il y a beaucoup des choses que je ne comprenais pas. Soit des références culturelles mais aussi des mots, comme ce n’était pas ma langue maternelle, je nageais souvent. Le personnel de l’Ecole où j’étais avait cette habitude de se comparer sans cesse à l’Ecole Hôtelière de Lausanne, école d’une renommé internationale considérable. A part d’un certain moment, ça me donnait l’impression que l’Ecole que j’attendais était complexé par sa petite taille (qui est néanmoins un atout) et ça se voyait et entendait. Je ne sais pas si ils se sont rendus compte à quel point ils se sont comparés TOUJOURS avec cette autre école quoique importante elle soit ou était. Et à chaque fois on nous disait à quel point nous étaient  «ici et PAS à l’autre école»

Résultat: Au bout d’un moment j’étais vraiment confusée ou je me trouvais… aparamment à l’Ecole Hôtelière de Paslosanne.

D’ailleurs, le-saviez-vous que les toques sont un symbole de masculinité? Et en plus il y a des tailles différentes! Et le chef de cuisine doit toujours porter celui qui est le plus grand! Mais vous imaginez l’équipe en cuisine cinq étoile qui est là en train de comparer la taille de leur… toque plutôt que de cuisinier? Bon peut-être pas dans un cinq étoile, plutôt peut-être dans la cuisine d’une école hôtelière… Dites que je suis folle… mais, moi oui, je vois tout à fait que ça pourrait EVENTUELLEMENT arriver un jour …

Vous rigolez peut-être mais allez-y. Prenez un catalogue de vêtements professionnelles par exemple. Regardez la taille des toques et le nom qu’ils ont donné à chaque modèle. Est-ce que l’importance du titre (genre d’«aide-cuisinier» jusqu’au «grand chef») pouvait avoir une corrélation avec la taille? Vous croyez que c’est un hasard? Vraiment?

toques comparaison
La toque fait le chef.

D’ailleurs ils n’ont souvent pas des vestes de cuisine en petite taille (utile si vous êtes peut-être une femme qui ne porte pas de 60. Encore une fois, ce n’est pas pour être coquine ou belle (je peux être tout ça dans mon temps libre plus facilement), mais déjà vos bras sont un peu trop courts pour ce genre de veste ce qui n’aide PAS à travailler…).

Ca a peut-être l’air que j’ai quelque chose contre les hommes, mais je vous rassure, je les aime bien. D’accord, ils me font pitié souvent. Parce que les hommes sont souvent élevés de façon suivante (ce n’est pas de leur faute ni de leur parents, c’est notre société après tout…):  «Sois forte! Ne pleurs jamais! Mais plutôt gueule quand t’es triste ou fâché. En fait c’est masculin de gueuler. Gueule autant et aussi bruyamment que tu peux!»

Et qu’est ce qui se passe? Les gens les plus gueulantes deviennent les plus grands chefs (et peut-être encore plus important: recoivent la plus grande toque!) et deviennent le commandant de toute la brigade des gueulants. Juste un tout petit clin d’oeil. Evidemment les VRAIS grands chefs (et cheffes) n’ont pas besoin de ça.

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