Es gibt mehr Sterne als Idioten

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Positiv Denken für gnadenlose Realisten: Es gibt mehr Sterne als Idioten.

Ein Spontankauf weil mich das Cover derart angesprochen hat…

Schwarz-Weiss. Immer Wahr. Wunderbar Lakonisch.

Tolles Buch!

(Vermutlich auch, wenn man keine Depressionen hat. Aber selbst dann. Genau das ist die Magie.)

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Wishlist – Fortsetzung

Wie im ersten Artikel bereits erwähnt ist meine Wishlist noch nicht vollständig. Das wird sie vermutlich auch nie sein, aber ein paar Punkte hatte ich letztes Mal noch offen.

Hier sind sie also:

 

Ein Buch schreiben – Meine Tagebücher (mein erstes ist von 1999, da war ich gerade Mal zwölf) beweisen, dass das schon lange eine Idee ist, die mir durch den Kopf schwirrt. Ein Buch schreiben alleine war allerdings nicht genug, gleich ein Nobelpreis in der Kategorie Literatur schwebte mir als Ziel vor. Ein Thema dass übrigens immer Mal wieder auftaucht. Immerhin habe ich keine zu hohen Erwartungen an mich selbst.

alles wird anders
«alles wird anders…» 56 ausgewählte Kurzgeschichten.

Eine Kurzgeschichte von mir erschien 2001 sogar einmal in einem Büchlein mit einer Geschichtensammlungen zum Thema «alles wird anders». Darin ging es um zwei Mädchen im Spital wobei die eine im Rollstuhl und die andere magersüchtig und depressiv war. Diejenige im Rollstuhl steckt mit ihrer Lebensfreude diejenige mit Gewichtsproblemen an und sie wird gesund.

Wenn ich jetzt darüber nachdenke bin ich ironischerweise beide Mädchen auf einmal geworden. Ich hoffe die im Rollstuhl gewinnt die Partie.

Als ich einmal mit einem Journalisten über seinen Beruf sprach und ihm feierlich erklärte, dass ich sehr gerne Mal einen Artikel im Magazin schreiben würde, antwortete er gutmütig: «Alle Journalisten möchten gerne solche Beiträge oder längere Reportagen schreiben. Leider besteht unsere Arbeit meist darin, über die entlaufene Katze in Oberhausen, das verregnete Scheunenfest oder die Favoriten in der nächsten Bauernolympiade zu berichten.» Vielleicht ist darum nie eine Journalistin aus mir geworden. Ich habe zwar in einigen Studentenmagazinen mitgeschrieben – und das grundsätzlich auch gerne getan – aber den richtigen Schritt in die freie, wilde Schreiberlingsnatur habe ich nie gemacht.

 

In die Knie gehen

Kann ich nicht mehr. Ich weiss nicht, ob ich je wieder dazu fähig sein werde. Was genau für die Einschränkung verantwortlich ist, weiss ich nicht so genau. Sind es die beidseitigen Calcaneusfrakturen – auf gut Deutsch – die Fersenbrüche? Oder doch eher das gebrochene Sprunggelenk? Oder die Versteifung?

Ich bin mittlerweile dazu fähig, leichte Dinge vom Boden aufzuheben und mich auf den Boden zu legen. (Ist zwar nicht leicht, aber irgendwie klappt es meistens.) Aber in die Knie gehen? Fehlanzeige. Mir fällt immer mal wieder auf, dass das jedoch sehr praktisch wäre. Na ja… mal schauen. Vielleicht kann man da noch etwas trainieren und hinbiegen.

 

Haare flechten

Vielleicht könnte man das sogar auf «sich selbst hübsch frisieren» ausweiten. Einen Fön (man nennt das auf Hochdeutsch vermutlich Haartrockner oder sowas in der Art) zu bedienen und gleichzeitig meine Haare zu kämmen stellt für mich bereits eine fast unlösbare Aufgabe dar. Rundbürsten meide ich, weil ich mir damit immer alle Haare ausreisse… in 99% der Fälle lasse ich meine Haare einfach trocknen.

Allerdings habe ich ein Lieblingsprodukt – Rausch Herbal Styling Mousse – das ich oft nach dem Waschen einmassiere welches meine dünnen und platten Haare hebt und etwas Volumen zaubert (dabei muss ich nachher auch nicht fönen (Haare trocknen) sondern kann sie einfach so lassen. Sehr praktisch.

Aber richtig neidisch werde ich, wenn ich Frauen mit geflochtenen Haare sehen. Meistens sieht es irgendwie locker aus, aber trotzdem sehr schön. Ich schaffe gerade noch einen Pferdeschwanz, aber auch mehr schlecht als recht. In der Hotelfachschule mussten wir einen Dutt mit unseren Haaren machen. Allerdings hat mich das so genervt, dass ich ganz einfach die Haare so kurz abgeschnitten habe, dass es gerade nicht mehr ging…

 

Zöpfe und Tiere flechten

Gleich darauf folgt der Wunsch, Zöpfe und Zopftiere flechten zu können. Man kann da ja wahre Wunderwerke herstellen, die ich immer mit grossen Augen bestaune. Ehrlich gesagt fordert mich schon das Rundwirken von Teig vor ein Problem.

Meist passiert nicht das, was ich eigentlich beabsichtigte. Und dann folgt natürlich das eine aus dem anderen: Wenn der Teig schrumplig und rissig ist und keine regelmässigen, elastischen Bälle formt, kann man die auch nicht schön gleichmässig ausrollen und die Wahrscheinlichkeit, dass man schliesslich einen schönen Zopf flechten kann sinkt dramatisch. Aber vielleicht schaffe ich es ja mit viel Übung.

Am besten ohne Nachzudenken… Das behindert mich eigentlich immer bei der konkreten Ausführung egal welcher manuellen Tätigkeit.

 

 

oriana tirabassi pizza dough
Master chef Oriana Tirabassi (Number One Pizza World Championship) tossing pizza dough. She’s now working for Ritz-Carlton, Osaka. More about her on  her Twitter Account.

Pizzateig jonglieren 

Das ist auch ein immer Mal wieder auftauchender Traum. Ich habe das auch schon mehrfach geübt, allerdings immer mit eher dürftigem Ergebnis. Dabei habe ich unterschiedliche Teige und Techniken ausprobiert, aber die optimale Lösung habe ich noch nicht gefunden. Ich sollte vermutlich wieder einmal anfangen zu üben

 

Künstliche Wimpern

Ich denke immer wieder mal, dass ich das unbedingt einmal ausprobieren möchte. Lange Wimpern machen einen sofort schöner und begehrenswerter – meist ohne, dass das Gegenüber weiss, woran es liegt. Das ganze kostet allerdings auch eine Stange Geld. Aber hey, einmal im Leben könnte ich das ja schon Mal ausprobieren. Also kommt es hier auf die Liste.

 

Japanisch lernen und einmal in Japan arbeiten

Meine Schwägerin ist Japanerin und meine Nichte und mein Neffe wachsen zweisprachig auf. Ich habe bereits 2009/2010 in Bordeaux versucht Japanisch zu lernen (warum auch immer), allerdings hatte ich dort schon mit Französisch Mühe genug und der Japanischkurs war eigentlich für die Katz.

Seit einigen Wochen kommt meine Schwägerin aber am Freitagabend zu mir nach Hause und wir lernen Japanisch – wie früher in der Schule mit einem Buch. Allerdings ist Einzelunterricht um einiges effizienter. Ich habe zumindest schon das Gefühl, dass ich ein bisschen etwas gelernt habe was sehr motivierend ist. Und ich verstehe allmählich ein ganz kleines bisschen von dem, was in Yumeiro Patissiere geschwatzt wird.

hiro takahashi
Grüntee Mousse Kuchen von Hiro Takahashi in Hinwil.

Zumindest erkenne ich schon einmal, wenn eine Frage gestellt wird. Die Japaner sagen nämlich am Ende des Satzes, worum es sich handelt. Bei einer Frage steht am Ende ein -ka. Sie sagen eigentlich: Wie geht es Dir – Fragezeichen.

Wenn ich die Sprache so weit beherrsche, dass ich mich mehr oder weniger gut ausdrücken und unterhalten kann, würde ich gerne einmal nach Japan reisen und dort in einer japanischen Pâtisserie arbeiten. Die japanische Pâtisserie (oft französisch beeinflusst) steht gerade ganz hoch im Kurs in Paris – und auch ich finde es sehr spannend. So wie bei orientalischer Pâtisserie kenne ich mich damit überhaupt nicht aus – was die Erkundung derselben umso interessanter macht.

Einfach Mal um zu sehen, wie das ist. Also lerne ich fleissig Ausdrücke wie: Cake Grand Prix, Patissiere, Ichigo, Ichitakimas (oder so) und so weiter und so fort.

Zum Glück hat mir meine Schwägerin eine japanischen Patisserie in Hinwil gezeigt: Hiro Takahashi. Ich fand es toll (habe dort ein mega leckeres Entremet mit Matcha-Mousse gegessen), es ist SO spannend und das Design ist auch wunderschön! Hmm… Ich hoffe, dass ich bald wieder einmal vorbeigehen kann.

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